Deserteure und Verweigerer aus Syrien und Eritrea berichteten

Etwa 45 Menschen kamen am Abend des 12. Oktober am Bernauer Deserteurdenkmal zusammen. Anlass war das 20jährige Jubiläum des Denkmals. Die anwesenden gedachten den Deserteuren und Verweigerern die ihren Mut mit dem Tod bezahlen mussten, z.B. an die tausenden ermordeten Wehrmachtsdeserteure. Am Ende der kurzen Rede hiess es: „Heute möchten wir uns bei allen Deserteuren und Verweigerern bedanken für ihren Mut und für ihren Beitrag zum Frieden. Wir wollen der Menschen gedenken, die ermordet wurden, weil sie sich dem Krieg verweigerten. Und wir wollen unsere Solidarität zeigen mit Menschen, die sich auch heute noch mit Desertion und Verweigerung dem Krieg entziehen.“
So waren mehrere Deserteure und Verweigerer aus Eritrea anwesend, die als Flüchtlinge nach Deutschland kamen und zur Zeit in Bernau leben. Auch darauf wurde in der Rede eingegangen: „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir den Geflohenen beistehen. Wir versuchen sie zu schützen vor der Bedrohung durch Nazis und AFD aber auch vor der Abschiebemaschinerie des deutschen Staates. Einige die heute hier stehen, können das nur, weil Menschen sie in den Morgenstunden versteckt haben, weil sie vor Angst im Wald statt im Übergangswohnheim schliefen oder weil Kirchgemeinden ihnen Asyl gewährt haben.“
Für Musik sorgte der Bernauer Desbele Michael. Der eritreischer Kriegsdienstverweigerer spielte auf der Krar einem in Äthiopien und Eritrea verbreiteten Zupfinstrument.
Anschliessend gab es einen Gesprächsabend im Klub am Steintor. Dort berichteten Taha Sif Eddin aus Eberswalde und Mieraf Berhane und Merhawi Tekleab aus Bernau, was es bedeutet, Krieg (in Syrien und Eritrea) zu erleben, sich diesem zu entziehen, dafür ins Gefängnis geworfen zu werden, aus seiner Heimat fliehen zu müssen, in der Sahara und im Schlauchboot auf dem Mittelmeer also an den Mauern der Festung Europa wieder um das eigene Leben zu fürchten zu.

Artikel in der Märkischen Oderzeitung

240.000 Menschen auf #unteilbar-Demo


CC-BY 4.0. unteibar.org Stephan Guerra

240.000 Menschen haben gestern in Berlin gegen Rechts und für eine offene und freie Gesellschaft demonstriert. Auch aus dem Barnim ist eine Gruppe von Flüchtlingen und Alteingessesen gemeinsam zur Demonstration gefahren und hat dann dort im Block der Seebrücken-Kampagne für sichere Fluchtwegen nach Europa demonstriert. Einige hatten dabei die Möglichkeit einem Fernsehteam des RBB kurze Interviews zu geben. Das Ergebnis gibt es hier bei „Brandenburg Aktuell“ zu sehen.

30.000 demonstrieren gegen Abschiebungen und für offene Grenzen


Am 29. Septmeber 2018 beteiligten sich ca. 30.000 Menschen in Hamburg an der We‘ll come United!-Parade.


We‘ll come United! Brandenburg gestaltete einen von 44 Wagen. Swarming heisst die Aktionsform in der aktive Geflüchtete in den Flüchtlingsheimen und -lagern Workshops anbieten, bei denen es z.B. um rechtliche Informationen oder um den selbsorganisierten Widerstand gegen Abschiebungen geht.
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#unteilbar – Grossdemo am 13.10. in Berlin

Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!

13. Oktober 2018 | Berlin, Alexanderplatz | Auftakt 12 Uhr | Demo ab 13 Uhr
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„DEPORTATION CLASS“ in Leipzig

Kinofilm mit anschließendem Gespräch

Am Sonntag, 21.10.2018, um 19 Uhr
in der Bäckerei/ Josephstr. 12/ Lindenau

Den preisgekrönten Dokumentarfilm „Deportation Class“ finden wir einen guten Anlass, mit euch ins Gespräch zu kommen über das Thema Abschiebungen, die aktuell immer häufiger werden. Der Film zeigt nüchtern und unkommentiert die verschiedenen Beteiligten und Betroffenen einer Sammelabschiebung, angeführt vom Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern. (mehr…)