CECOSESOLA – Kleiner Bericht von meiner Zeit hier – Teil 1

17.02.2017

Fuenf Wochen habe ich nun hier in Barquisimeto beim Kooperativenverbund Cecosesola verbracht. In diesem ersten Teil meines Berichts geht es um den Verlauf eines Markttages und um die andere Lieblingsbeschaeftigung der compañeros: Treffen.
Teil 2 soll folgen.

CECOSESOLA -Was ist das?
Barquisimeto ist eine (ehrlich gesagt relativ haessliche) Stadt mit 1,5 Millionen Einwohner_innen. Zum Kooperativen-Verbund CECOSESOLA gehoeren als groesste Aktivitaeten die Wochenmaerkte (feria) an drei riesigen und weiteren ca. 10 kleineren Standorten. Geschaetzt versorgt Cecosesola etwa ein Viertel bis ein Drittel der Stadtbewohner_innen mit Lebensmitteln. Ausserdem gibt es ein Gesundheitszentrum, ein Beerdigungsinstitut, einige Dutzend angeschlossene landwirtschaftliche Kooperativen und kleine Fabriken, die Nudeln, Saft oder Seife herstellen. Insgesamt gibt es 20.000 Genossenschaftsmitglieder, von denen 1300 fest und mit einer woechentlichen Lohnauszahlung arbeiten und weitere 1000 ehrenamtlich an den Markttagen mithelfen. Der Verbund wurde 1967 gegruendet und Ende der 70er Jahre wurden die Hierarchien abgeschafft. Seit dem chavistischen Kooperativengesetz von 2002 gibt es auch keine formalen Vorstaende mehr. Ein Grundprinzip ist die Rotation – alle sollen immer wieder andere Bereiche kennenlernen und dort Verantwortung uebernehmen. Es gibt keine Trennung von Hand- und Kopfarbeitenden, und alle kriegen den gleichen Lohn. (mehr…)

Ohne Moos – nix los?

Die AG­Be­ra­tung (AGB) ver­öf­fent­lich re­gel­mä­ßig eine Ko­lum­ne in der CON­TRAS­TE. Hier die Num­mer 17:

Den Leser_innen dieser Postille wird nicht entgangen sein, dass in den letzten Jahren zunehmend Gruppen unter dem Banner der ‚Nichtkommerzialität’ antreten. Auch diverse theoretische Texte darüber kursieren wieder einmal und mit Überzeugung unterstützen wir viele dieser Vorhaben abseits vom Geld- und Marktsystem in unserer Beratungsarbeit.
Dabei hat die politökonomische Begründung der Praxis einen erfreulich hohen Stellenwert und die Ziele und Ansprüche der Beteiligten werden sehr ambitioniert propagiert. Nicht von ungefähr widmet die Contraste in ihrer vorletzten Ausgabe fünf Seiten diesem Thema beispielsweise. Mit der Botschaft auf der Titelseite, dass dadurch die Warenideologie in ihren Grundfesten erschüttert wird und im ‚freien Fluss’ der Sprung in eine Gesellschaft jenseits von Markt und Staat gewagt wird! Nicht nur wir hören diese Signale mit ausgesprochener Sympathie und Solidarität, wenn, ja wenn nicht die Töne in der Beratungspraxis von einem großen Teil dieser Experimente in unseren Ohren anders klingen würden. Nach unserem Eindruck bescheren gerade die großen Fanfarenstöße den eher kleinteiligen und sehr begrenzten Versuche mehr Gegen- als Rückenwind, verstellen häufig die revolutionären Ansprüche den Blick für das tatsächlich machbare Mögliche. (mehr…)

Freie Schule Biesenthal stellt sich vor

*13.01.2017*

Das Jahr 2017 beginnen wir schwungvoll mit einem informationsreichen Elternabend im Kulturbahnhof Biesenthal. Bei diesem Termin bringen wir euch auf den aktuellen Stand unserer Schulgründung und beantworten Fragen wie:
~ Wer sind wir?
~ Wie werden wir arbeiten?
~ Wie hoch ist das Schulgeld?
~ Für wen ist diese Schule geeignet?
~ Wie erfolgt die Anmeldung?
~ Ist diese Schule etwas für uns?

Eine wunderbare Möglichkeit für interessierte Eltern, Grund- und Sekundarschüler*innen, sowie Pädagogen, Großeltern, usw.

19:00 Uhr, Kulturbahnhof Biesenthal

Ernährungssouveränität statt Freihandel – in Afrika und überall!

Aufruf zur Agrardemo am 21.01.2017

Seit 2011 findet in Berlin alljährlich eine große Agrardemo statt. Ein breites Bündnis fordert eine radikale Wende in der Agrarpolitik. Schon in den letzten Jahren haben wir, die Freund*innen des 17. April, einen Schwerpunkt auf die Kritik der EU-Agrarexporte und deren verheerende Konsequenzen für einige afrikanische Länder gelegt. Sie sind eine wesentliche Ursache für Flucht und Migration! Notwendiger denn je finden wir den Protest gegen eine Politik, die vorgibt, Fluchtursachen zu bekämpfen, diese aber gleichzeitig ständig produziert. Die Kritik an multinationalen Konzernen und an der Abschottungspolitik gehören für uns untrennbar zusammen – insbesondere angesichts der jüngsten Entwicklungen :
- Der Abschluss von Freihandelsabkommen zwischen der EU und einer Reihe von afrikanischen Ländern.
- Die Offensive von Agrarmultis und Lebensmittelkonzernen in der `Neuen Allianz für Ernährungssicherung´, der `Allianz für eine grüne Revolution in Afrika´ und der ´German Food Partnership.´
- Der weitere Ausbau der ´Festung Europa´ und die drohende Abschiebung von afrikanischen Geflüchteten aus Deutschland.
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Neuer Film über das Mietshäusersyndikat

Es gibt einen neuen Dokumentarfilm über das Mietshäusersyndikat:
„Das ist unser Haus!“.
Der Film erläutert das solidarische Modell des Syndikats, mit dem sich auch finanzschwache Gruppen bezahlbare Räume in Gemeineigentum sichern können. Ein Film, der dazu anregen soll, ein Hausprojekt in Eigenregie im Syndikatsverbund zu starten. Der circa 64 Minuten lange Film hat eine CC-Lizenz.



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