#Eberswalde unteilbar

Eberswalde unteilbar

Für ein offenes und freies Eberswalde – Solidarität statt Ausgrenzung!

Es findet eine dramatische politische Verschiebung statt: Rassismus und Menschenverachtung werden gesellschaftsfähig. Was gestern noch undenkbar war und als unsagbar galt, ist kurz darauf Realität. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt.
Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. Wir halten dagegen, wenn Grund- und Freiheitsrechte weiter eingeschränkt werden sollen.
Das Sterben von Menschen auf der Flucht nach Europa darf nicht Teil unserer Normalität werden. Europa ist von einer nationalistischen Stimmung der Entsolidarisierung und Ausgrenzung erfasst. Kritik an diesen unmenschlichen Verhältnissen wird gezielt als realitätsfremd diffamiert.
Auch am 03. November versucht ein AfD-Bündnis wieder durch Eberswalde zu ziehen und ihren Hass zu verbreiten. (mehr…)

Herz statt Hetze!

Wann: Samstag, 27. Oktober, ab 15:30 Uhr

Wo: Bahnhofstraße, an der Alten Post, Bernau

Das Netzwerk für Weltoffenheit Bernau und viele Unterstützer laden wieder zu einer Kundgebung ein.

Wir wollen nicht denen unsere Straßen und Plätze überlassen, die immer wieder zu Hass und Gewalt aufrufen.

Wir stehen für Menschlichkeit, Solidarität und Toleranz.

Kommen Sie deshalb am Samstag, dem 27. Oktober, ab 15:30 Uhr zum Bernauer Bahnhofsvorplatz zu einer Kundgebung der Freundlichkeit mit Ideenreichtum, Musik, Texten und Transparenten.

Wir freuen uns auf anregende Gespräche und spannende Begegnungen.

FÜR SOLIDARITÄT STATT AUSGRENZUNG!
Aufruf als pdf-Datei

Einladung zum winterfest-machen der Sissi 27.+28.10.18

Liebe Freund_innen und Freunde der Sissi,
der tauschlogikfreien Sommer-Seminar-Infrastruktur in Wukania,

kurzfristig laden wir euch ein, mit uns die Sissi winterfest zu machen. Da wir bisher die Sissi nur in der warmen Jahreszeit nutzen können, ist nun Zeit, alles vor Frost und Nässe zu schützen, das Wasser abzulassen, aufzuräumen und auszusortieren – Sissi geht in den Winterschlaf und will wunderbar erholt im Frühjahr zu neuem Leben erwachen!

Wir beginnen am kommenden Samstag, 27.10. um 11:00 Ende ist am Sonntag, 28.10. um 15:00, nach Mittagessen und Aufräumen. Ihr könnt auch nur für einige Stunden vorbeikommen, jede Hilfe ist willkommen.

Sissi-Waschbären

Neben den verschiedenen Arbeiten (da ist für jede was dabei) erwartet euch auch leckeres veganes und vegetarisches Essen und (mehr…)

Deserteure und Verweigerer aus Syrien und Eritrea berichteten

Etwa 45 Menschen kamen am Abend des 12. Oktober am Bernauer Deserteurdenkmal zusammen. Anlass war das 20jährige Jubiläum des Denkmals. Die anwesenden gedachten den Deserteuren und Verweigerern die ihren Mut mit dem Tod bezahlen mussten, z.B. an die tausenden ermordeten Wehrmachtsdeserteure. Am Ende der kurzen Rede hiess es: „Heute möchten wir uns bei allen Deserteuren und Verweigerern bedanken für ihren Mut und für ihren Beitrag zum Frieden. Wir wollen der Menschen gedenken, die ermordet wurden, weil sie sich dem Krieg verweigerten. Und wir wollen unsere Solidarität zeigen mit Menschen, die sich auch heute noch mit Desertion und Verweigerung dem Krieg entziehen.“
So waren mehrere Deserteure und Verweigerer aus Eritrea anwesend, die als Flüchtlinge nach Deutschland kamen und zur Zeit in Bernau leben. Auch darauf wurde in der Rede eingegangen: „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir den Geflohenen beistehen. Wir versuchen sie zu schützen vor der Bedrohung durch Nazis und AFD aber auch vor der Abschiebemaschinerie des deutschen Staates. Einige die heute hier stehen, können das nur, weil Menschen sie in den Morgenstunden versteckt haben, weil sie vor Angst im Wald statt im Übergangswohnheim schliefen oder weil Kirchgemeinden ihnen Asyl gewährt haben.“
Für Musik sorgte der Bernauer Desbele Michael. Der eritreischer Kriegsdienstverweigerer spielte auf der Krar einem in Äthiopien und Eritrea verbreiteten Zupfinstrument.
Anschliessend gab es einen Gesprächsabend im Klub am Steintor. Dort berichteten Taha Sif Eddin aus Eberswalde und Mieraf Berhane und Merhawi Tekleab aus Bernau, was es bedeutet, Krieg (in Syrien und Eritrea) zu erleben, sich diesem zu entziehen, dafür ins Gefängnis geworfen zu werden, aus seiner Heimat fliehen zu müssen, in der Sahara und im Schlauchboot auf dem Mittelmeer also an den Mauern der Festung Europa wieder um das eigene Leben zu fürchten zu.

Artikel in der Märkischen Oderzeitung

240.000 Menschen auf #unteilbar-Demo


CC-BY 4.0. unteibar.org Stephan Guerra

240.000 Menschen haben gestern in Berlin gegen Rechts und für eine offene und freie Gesellschaft demonstriert. Auch aus dem Barnim ist eine Gruppe von Flüchtlingen und Alteingessesen gemeinsam zur Demonstration gefahren und hat dann dort im Block der Seebrücken-Kampagne für sichere Fluchtwegen nach Europa demonstriert. Einige hatten dabei die Möglichkeit einem Fernsehteam des RBB kurze Interviews zu geben. Das Ergebnis gibt es hier bei „Brandenburg Aktuell“ zu sehen.