Archiv für Dezember 2011

„Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie!“

Demo am 21.01. in Berlin
Das Bündnis „Meine Landwirtschaft“ ruft anlässlich der „Grünen Woche“ zu einer Demo in Berlin auf, am Samstag, den 21.1. 2012 um 11.30 Uhr am Hauptbahnhof, unter dem Slogan „ Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie!“.

Wir* laden ein zum Block „Gegen das kapitalistische Wachstumsmodell – Für Ernährungssouveränität
Umverteilung der Ressourcen statt Almosen – Bewegungsfreiheit statt Festung Europa“

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Last-Minute-Spendentip

Wukaninchen

Wer noch für dieses Steuerjahr eine Spendenquittung braucht, der sollte sich das Wukaninchen-Projekt genauer anschauen. Wir wollen im nächsten Jahr eine Naturkita in Wukania eröffnen. Dafür läuft aktuell ein Förderantrag bei der EU, der aber mit 70.000 Euro Eigenmitteln gegenfinanziert sein muss. Der größte Teil ist bereits duch zinnlose bzw. zinsgünstige Direktkredite zusammengekommen, aber ca. 20.000 Euro fehlen noch. Gesucht werden auch Menschen die per Dauerauftrag 10 Euro im Monat spenden um so einen Teil der Kredite gegenzufinanzieren. Aber auch einzelne Spenden sind sehr willkommen!

Konzert mit Judiths Krise

Seit einigen Jahren singen ein paar ein PAGistas in einem wunderbaren Berliner Frauenchor. Judiths Krise ist schöne Musik, Texte mit Anspruch, viel Humor und jede Menge Glamour. Also nicht entgehen lassen, am 14. Januar um 20 Uhr in Bernau im DOSTO.

bio-div-abo

Biodiversität zum Essen – die Abokiste der Schnittstelle

Tomatenvielfalt

Das Vertriebskollektiv Schnittstelle bietet ab Anfang 2012 erstmals eine „Biodiversitäts-Abokiste“ an. Damit erhalten die AbonentInnen monatlich eine Kiste mit Lebensmitteln im Wert von 20 €. Erwarten können sie „Biodiversität zum Essen“:z.B. Kamut- und Emmer-Nudeln, ungewöhnliche Obst-Mischsäfte sowie Öle oder Pesto aus Wildkräutern. Schnittstelle will so besondere Produkte zum Probieren anbieten, KleinstproduzentInnen und Produktionskooperativen unterstützen sowie – entgegen der Anonymisierung und Standardisierung im Nahrungsmittelbereich – Lebensmittel wieder ein Gesicht geben.

Die „Biodiversitäts-Abokiste“ möchte den AbonentInnen vor Augen führen, wie eng Erhalt und Verlust biologischer Vielfalt mit unserer Ernährung zusammenhängen. Denn die heute vorherrschende Landwirtschaft mit Großbetrieben und Monokulturen konzentriert sich aus Gründen des Profitstrebens und der Arbeitserleichterung auf wenige Sorten, die für die Verarbeitung in großen Mengen und für weite Transporte geeignet sind. Verstärkt wird diese Einfalt in den Supermarktregalen durch Vermarktungsstrukturen und -konzepte, bei denen große Mengen immer gleich aussehender Produkte gefordert werden. Fragen von Nährstoffgehalt, Verdaulichkeit, Geschmack und biologischer Vielfalt werden so den Anforderungen der Nahrungsmittelindustrie untergeordnet.
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Windgas


https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ginnick_windrad.jpg

Im Wukania-Wohnprojekt wird noch immer mit Erdgas statt mit Holz geheizt. Solange das so ist, wollen wir bei der Wahl unseres Gaslieferanten ökologische Aspekte einfliessen lassen. Der örtliche Netzbetreiber EWE kommt nicht für uns in Frage, da er zu ENBW und damit zu einem Atomkraftswerksbetreiber gehört. Auch den Anbietern von Biogas stehen wir skeptisch gegenüber, denn Biogas ist oft mit Massentierhaltung verbunden und mit monokulturellem industriellem Anbau und steht damit in direkter Konkurrenz zum Anbau von Nahrungsmitteln. Zwar gibt es ein paar Ökoanbieter (Lichtblick, Naturstrom), die Massentierhaltung und Gentechnik ausschliessen, aber uns hat am ehesten das neue Angebot von Greenpeace Energy überzeugt. Hierwerden in den nächsten Jahren Anlagen entstehen, mit denen überschüssiger Strom aus Windkraftanlagen in Wasserstoff umgesetzt wird. Bei gutem Wind müssen Windräder oft abgestellt werden, weil die Leitungen voll sind, also z.B. durch Strom aus schlecht regelbaren Atom- und Kohlekraftwerken verstopft sind. Greenpeace Energy will nun die Windräder trotzdem laufen lassen und mit dem überschüssigen Strom Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff spalten. Der Wasserstoff wird dann in die Erdgasleitungen gespeist und gelangt so zum Gasverbraucher. Die dafür notwendigen Anlagen müssen erst noch gebaut werden, aber dafür bezahlen wir gerne etwas mehr als bei den Erdgasbilliglieferanten.