Windgas


https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ginnick_windrad.jpg

Im Wukania-Wohnprojekt wird noch immer mit Erdgas statt mit Holz geheizt. Solange das so ist, wollen wir bei der Wahl unseres Gaslieferanten ökologische Aspekte einfliessen lassen. Der örtliche Netzbetreiber EWE kommt nicht für uns in Frage, da er zu ENBW und damit zu einem Atomkraftswerksbetreiber gehört. Auch den Anbietern von Biogas stehen wir skeptisch gegenüber, denn Biogas ist oft mit Massentierhaltung verbunden und mit monokulturellem industriellem Anbau und steht damit in direkter Konkurrenz zum Anbau von Nahrungsmitteln. Zwar gibt es ein paar Ökoanbieter (Lichtblick, Naturstrom), die Massentierhaltung und Gentechnik ausschliessen, aber uns hat am ehesten das neue Angebot von Greenpeace Energy überzeugt. Hierwerden in den nächsten Jahren Anlagen entstehen, mit denen überschüssiger Strom aus Windkraftanlagen in Wasserstoff umgesetzt wird. Bei gutem Wind müssen Windräder oft abgestellt werden, weil die Leitungen voll sind, also z.B. durch Strom aus schlecht regelbaren Atom- und Kohlekraftwerken verstopft sind. Greenpeace Energy will nun die Windräder trotzdem laufen lassen und mit dem überschüssigen Strom Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff spalten. Der Wasserstoff wird dann in die Erdgasleitungen gespeist und gelangt so zum Gasverbraucher. Die dafür notwendigen Anlagen müssen erst noch gebaut werden, aber dafür bezahlen wir gerne etwas mehr als bei den Erdgasbilliglieferanten.


1 Antwort auf „Windgas“


  1. 1 Energieberater Bremen 27. Januar 2012 um 8:14 Uhr

    Eine tolle Sache! Hoffentlich kann dieses Vorhaben im großen Maßstab umgesetzt werden. Auch besteht die Möglichkeit, aus dem Wasserstoff künstliches Erdgas herzustellen – indem man in einem weiteren Schritt CO2 hinzufügt. Wasserstoff kann nämlich, soweit ich weiß, nur in einem gewissen Maß zu dem Erdgas in den Erdgasnetzen beigemischt werden (zu max. etwa 5 Prozent). Da wäre synthetisches Erdgas doch eine sinnvollere Lösung. Ich bin gespannt, ob und wie sich diese Methoden in Zukunft erfolgreich umsetzen lassen. Durch sie bieten sich auf jeden Fall großartige Möglichkeiten und fossile und atomare Energieträger werden hoffentlich noch schneller verdrängt.
    Beste Grüße aus Bremen sendet die Bremer Energieberatung enerpremium

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