„Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie!“

Demo am 21.01. in Berlin
Das Bündnis „Meine Landwirtschaft“ ruft anlässlich der „Grünen Woche“ zu einer Demo in Berlin auf, am Samstag, den 21.1. 2012 um 11.30 Uhr am Hauptbahnhof, unter dem Slogan „ Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie!“.

Wir* laden ein zum Block „Gegen das kapitalistische Wachstumsmodell – Für Ernährungssouveränität
Umverteilung der Ressourcen statt Almosen – Bewegungsfreiheit statt Festung Europa“


Treffpunkt: 11 Uhr an der Fußgängerbrücke Washingtonplatz ( Hauptbahnhof )

All´ diejenigen, die diesen Block mit uns gestalten wollen, laden wir* für Mittwoch, den 11.1.2012 um 18 Uhr zu einem Vorbereitungstreffen ein.
Ort: Bethanien /New Yorck 59, Mariannenplatz 2, 10999 Berlin (U-Bhf. Görlitzer Bahnhof oder Kottbuser Tor), linker Seitenflügel.

Falls ihr nicht kommen könnt, teilt uns bitte über folgende Mail-Adresse mit, ob und wie ihr unser Vorhaben unterstützen wollt:
frisch_serviert_vom_krisenherd@yahoo.

*Wir sind eine Gruppe von Menschen, die sich seit Jahren aktiv mit den Themen der globalen Landwirtschaft und Ernährung auseinandersetzen. In den letzten beiden Jahren haben wir im Vorfeld des internationalen Aktionstages von „La Via Campesina“ die Veranstaltungsreihe „Frisch serviert vom Krisenherd“ organisiert.

Wir teilen die Kritiken der Demo- OrganisatorInnen an der Rolle der großen Agrarkonzerne sowie der agrarpolitischen Orientierung der
Bundesregierung.
Wie schon im letzten Jahr wollen wir aber diese Kritik etwas anders akzentuieren. Die weltweit katastrophalen Entwicklungen in der Landwirtschaft sehen wir nicht als bedauernswerte Fehlentwicklungen, sondern als zwangsläufiges Resultat der fortschreitenden Vereinnahmung von natürlichen und menschlichen Ressourcen durch multinationale Konzerne. Bäuerliche Landwirtschaft, die noch immer weltweit die meisten Menschen ernährt, wird rücksichtslos zerstört. Alles wird zur Ware und den
Profitinteressen untergeordnet.
Wir dagegen suchen nach Wegen für eine Produktionsweise, in der die Menschen und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen und mit der Natur kooperiert wird.

Wir fühlen uns solidarisch mit dem globalen Widerstand von BäuerInnen- und Landlosenbewegungen und ihrer bedeutendsten Kraft, „La ViaCampesina“, die einen freien Zugang zu und einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen Land, Wasser und biologische Vielfalt fordert. Sie setzen sich für eine kleinbäuerliche, ökologische Landwirtschaft ein, die vor allem für regionale und lokale Märkte produziert. Ihre Forderungen sind gebündelt in dem Konzept der „Ernährungssouveränität“, dem Recht jeder Gemeinschaft, ihre Landwirtschafts-und Ernährungspolitik selbst zu bestimmen.

Der Ausverkauf landwirtschaftlicher Nutzflächen und die zunehmende Überschwemmung der Märkte in den Ländern des globalen Südens mit den Produkten des Nordens, flankiert und gestützt durch die Strukturanpassungsprogramme des IWF und Freihandelsabkommen, vernichten die Existenzbedingungen für immer mehr Menschen und zwingt viele zur Flucht aus ihrer Heimat.

Die herrschenden Kräfte in Europa leugnen diesen offensichtlichen Zusammenhang. Ihre Politik der ´Festung Europa´ verweigert den
Migrant_innen das Grundrecht auf Bewegungsfreiheit und verursacht den Tod tausender Flüchtlinge.

Wir wollen diese Themen auf der Demo zusammenbringen und hoffen auf rege Beteiligung.


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