Archiv für Dezember 2011

E-Mail-Verteiler

Bisher hatte die PAG nur einen Mail-Verteiler für die „Verschärft“, unser jährliches Infoblättchen. Das ändert sich nun, ab sofort betreibt die PAG einen allgemeinen PAG-Info-Verteiler. Auf diesem informieren wir über Termine rund um die PAG und über neue Beiträge auf unserem Blog. Hier kann Mensch sich selber eintragen.

PAGistas auf Commons-Tagung

Am 10.12.2011 veranstaltete die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin eine Tagung über Commons. Da wir auch in der PAG immer mal wieder über Commons diskutieren und zumindest einige in der PAG unseren Umgangs mit Eigentum von Land und Häusern für ein Paradebeispiel eines Commons halten, haben wir uns auf der Tagung mal umgeschaut.
Mitorganisiert wurde die Tagung von Menschen die sich über den keimform-blog organisieren. Bei den Diskussionen auf dem Blog geht es um nicht weniger, als die Hoffnung, dass Commons ein Keim für eine emanzipatorische Gesellschaft nach dem Kapitalismus sein werden. Dementsprechend „radikal“ ging es auf der Tagung zu. Nur wenige kamen auf die Idee, im Staatseigentum eine Commons-Form zu sehen oder mit Commons den Kapitalismus reformieren zu wollen.
Bei den Gesprächen in Kleingruppen beim worldcafe und in den Pausen wurde deutlich, das viele die nichtkommerzielle Landwirtschaft auf dem Karlshof als Commons-Beispiel kennen. Die PAG als Commons-Experiment war kaum bekannt, doch unser ausgelegtes PAG-Heftchen fand reißenden Absatz.

150 Menschen blockieren Nazigelände

Kundgebung Biesenthal 17.12.2011
cc-by-nc-sa (www.biesenthal.blogsport.de)

Am 17.12. hatte die NPD zu einer Sonnenwendfeier auf das Biesenthaler Nazigelände im Erich-Mühsam-Weg geladen. Doch Biesenthal bleibt für die Nazis ein schwieriges Pflaster. 150 AntifaschistInnen aus Biesenthal und Umgebung mit Unterstützung aus Berlin, Strausberg und Frankfurt/Oder fanden sich zu einer Kundgebung auf dem Zufahrtsweg zum Nazigelände ein. Unter den DemonstrantInnen waren auch der Bürgermeister, mehrere Stadtverordnete, Landtags- und Bundestagsabgeordnete. Durch die Kundgebung war die Zufahrt zum Nazigelände blockiert. Biesenthal hat damit noch einmal ein deutliches Zeichen gesetzt: Nazis sind hier nicht erwünscht!
Einige Nazis sind wohl auf das Privatgelände des NPD-Funktionärs Klaus Mann in Finowfurt ausgewichen. Vielleicht gelingt es ja beim nächsten mal auch dort den Veranstaltungsort mit einer Kundgebung zu verhindern.

www.biesenthal.blogsport.de
MOZ-Artikel mit Foto

Freispruch

Ja, auch PAGies müssen manchmal vor Gericht erscheinen. Politisch aktive Menschen kommen in Deutschland eben schnell mit dem Gesetz in Konflikt. Hoffen wir, dass es jedesmal so gut ausgeht wie am 06. Dezember in Waren an der Müritz.
Zur Vorgeschichte: Im Juli 2010 fanden sich einige GentechnikgegnerInnen zu einer öffentlich angekündigten Feldbefreiung im Zempow ein. Dort baute die BASF ihre Genkartoffel Amflora an um so Saatgut zu produzieren. Dabei konnte auch die anwesende Polizei nicht verhindern, dass die GentechnikgegnerInnen aufs Feld gelangten und einzelne Kartoffelpflanzen herausrissen um sie in die zahlreich vorhandenen Kameras der Presse zu halten.
Die Aktion war nur ein Teil eines bunten Widerstandes der insgesamt dazu führte, dass der örtliche Landwirt keine Lust mehr auf den Anbau von Genkartoffeln hat und die BASF trotz Zulassung auch sonst keine Landwirte findet, die mit ihr kooperieren wollen. Und auch eine Stärkefabrik für die Verarbeitung der Amflora konnte bisher nicht gefunden werden. Eine Erfolgsgeschichte des Widerstandes!
Das passt weder dem Staat noch der BASF. Deswegen nun also das Gerichtsverfahren.
Doch vor Gericht wurde ganz schnell festgestellt, dass der Kartoffelacker nicht umzäunt war, somit ein Tatbestandsmerkmal für einen Hausfriedensbruch fehlt. Den AktivistInnen wegen wenigen Euro für die paar ausgerissenen Kartoffelpflanzen Sachbeschädigung vorzuwerfen war selbst der Staatsanwaltschaft zu blöd und Diebstahl war es auch nicht, denn die Kartoffeln verblieben ja auf dem Feld. Und somit kam als Urteil nur noch ein Freispruch in Frage.

Artikel auf www.keine-gentechnik.de
Ostseezeitung
NDR
Nordkurier
t-online

Konflikte im Wukania-Wohnprojekt

Natürlich haben wir keine Konflikte, erst recht keine der persönlichen Art! Und wenn wir doch mal welche haben sollten, dann würden wir sie sofort ansprechen und ganz konstuktiv klären! Fragt sich nur, warum wir uns dann am letzten Sonntag gleich für mehrere Stunden zusammensetzten um mit Hilfe von aussen unsere persönlichen Konflikte zu klären.
Und tatsächlich in der Eingangsrunde stellten doch einige fest, dass sie gar nichts zu klären hätten. Zahlreiche Konfliktgespräche fanden trotzdem statt. In einem Fall wurde eine Mediation über einen längeren Zeitraum verabredet. So dass sie bald wieder einkehrt bei uns: die totale Harmonie!