Wie weiter auf dem Karlshof?

Die „Lokomotive Karlshof“ hat ihr Scheitern erklärt, sich aufgelöst und verlässt nun den Hof. Der Karlshof aber existiert weiter.

Als Eigentümerin des Geländes und als gemeinsame Organisation der Einzelprojekte übernimmt die Projektwerkstatt auf Gegenseitigkeit ab September die Verantwortung für den Hof und damit auch für die zukünftige Nutzung. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die
Menschen aus der Lok weiterhin Mitglieder in der PaG sind und an den Überlegungen zur Zukunft des Karlshofes teilhaben werden.

Die Gruppe hat in den vergangenen sieben Jahren Großartiges vollbracht. Wenn sie zerbrochen ist, liegt das sicher nicht nur an den internen Differenzen sondern auch an der Größe und Unübersehbarkeit der Aufgaben, mit denen sie konfrontiert war. Auch wenn noch vieles unfertig ist: Auf dem Karlshof sind viele Blumen erblüht und viele Früchte gewachsen. Ob es das Strohballenhaus oder die Streuobstwiese ist, die Backstube oder die Schilfkläranlage. Dass es tatkräftige Unterstützung von Freunden und Freundinnen gegeben hat, sieht man überall. Dazu hat vielleicht auch deine Hilfe beigetragen. Dafür danken auch wir dir, und wir werden versuchen, die entstandenen Werte zu hüten und zu bewahren, bis sie von anderen im Rahmen neuer Projekte weiter genutzt werden können.

Bevor wir die Weichen für die Zukunft des Karlshofes stellen, müssen wir nun über die Hindernisse und Begrenztheiten, die zutage getreten sind, miteinander reden. Wir haben mit der Diskussion darüber begonnen, was für Perspektiven es gibt. Die Vorstellungen reichen von dem Wunsch, sich vom Hof zu trennen, über das zügige Suchen und Finden einer neuen Gruppe bis zu Ideen für eine Art Landgruppen-Experimentierfeld. Wie gesagt, wir haben angefangen, wir werden die Debatte darüber in den nächsten Monaten
ausweiten und wir bitten um etwas Geduld im Hinblick auf Anfragen oder auch Aussagen, wie es denn nun weitergeht.

Zunächst aber müssen wir das „Überwintern“ des Hofes sicherstellen, und zwar im übertragenen wie im wörtlichen Sinn. Wir planen eine Zeit der Zwischennutzung, die lang genug ist, dass wir die notwendigen Grundsatzdiskussionen führen können und dass sich Möglichkeiten auch ganz konkret heraus kristallisieren können.

Ab dem September werden als eine Art „ständiger Vertretung“ kontinuierlich PaG-Mitgliederauf dem Hof sein, die vor Ort alle Aufgaben
praktischer Verantwortung wahrnehmen. Darüber hinaus hoffen wir auf Menschen und Gruppen, die Lust haben, eine Zeit auf dem Hof zu
verbringen, ihn zu beleben und vielleicht auch, uns bei der Bewältigung praktischer Aufgaben zu unterstützen. Wir haben uns jedoch entschieden, für diese Zeit der Zwischennutzung alle Aktivitäten auf dem Karlshof zeitlich zu begrenzen.

Und das nächst Liegende zuletzt, aber nicht ohne Nachdruck: Auch in diesem Jahr wurden dank der Selbstorganisation einer Gruppe von Menschen wieder nicht-kommerziell produzierte Kartoffeln angebaut und zur Reife gebracht. Sie sollen jetzt geerntet werden. Deine Hilfe dabei ist erwünscht, und zwar in der Zeit vom 25.8. bis zum 16.9. Und geht es nicht nur um die Bewältigung von Arbeit. Es soll eine Zeit der Begegnung und des Austausches auf allen Ebenen werden. Auch eine gute Gelegenheit, sich in die Situation des Karlshofes einzufühlen und mit anderen Menschen darüber zu reden.


4 Antworten auf „Wie weiter auf dem Karlshof?“


  1. 1 Iris düsterhöft-isik 01. September 2012 um 13:16 Uhr

    hallo ich würde gerne am 15. / 16.09. mit meiner tochter gemeinsam mithelfen.
    wie kommen wir mit öffendl. verkehrsmitteln zum karlshof ?
    P.S. ich habe das projekt schon länger gedanklich verfolgt / unter anderen über permakulur kreise davon gehört – ich find`es sehr bedauerlich, dass sich die gruppe nun aufgelöst hat – aber, – abhilfe und vielleich ein neu-anfang mit anderen menschen steht in den startlöchern, das ist hoffnungsvoll !!! ich wäre gerne als unterstützerin und mit-tuerin dabei! also – liebe grüße – bis bald!!! ich freue mich über eure baldige nachricht!
    Iris & Debrecina

  2. 2 kartoofel 07. September 2012 um 14:29 Uhr

    liebe iris

    auf der seite we.riseup.net/kartoffel/2012 findest du alle möglichen infos und anfahrtips
    freu mich auf dich
    kartoofel

  3. 3 Christof 08. September 2012 um 11:01 Uhr

    moin iris,

    schoen dass ihr kommen wollt!

    grundsaetzlich gibt es den bahnhof ‚templin‘ (besser als ‚templin stadt‘) und auch eine bushaltestelle direkt an der einfahrt zum karlshof:
    http://osm.org/go/0MfChu0aW-

    vom bahnhof kannst du in der regel auch abgeholt werden (bitte ‚anmelden‘).

    kontakt zu den leuts auf dem hof via kartoffel-mobil-ding unter
    0176 34457 642 (ggf sms) oder der eMail-Adresse .

    fuer detaillierte info muesste ich wissen, woher Du kommst.

    !!! uwaga !!! achtung !!! attention !!!

    es gibt schienenersatzverkehr auf der strecke zwischen berlin und templin.

    !!! uwaga !!! achtung !!! attention !!!

    ok, that’s it.

    alles gute

    christof

  4. 4 Iris düsterhöft-isik 11. September 2012 um 22:08 Uhr

    hei christof und kartoofel, danke für eure antworten!!! bin ich eigentlich die eizige, die sich für die kartoffelernte am 15./ 16. interessiert ?
    ich vergas zu erwähnen, dass ich einen gebrochenen kleinen finger der rechten hand habe und eine gipsschiene trage – doch ich hab ja noch ne linke hand!!!
    auf risrup/net/kartoffel/2012 habe ich leider nix gefunden, d.h. die ganze seite kann nicht gefunden werden.
    ist übernachtung an gedacht – ?
    und wo und wie … ???
    ich hab keine ahnung, wann wir kommen können – hängt ja nicht zuletzt auch von irgendeiner organisation vor ort ab …
    schreibt mir wann – alles andere richte ich dann schon ein!!!
    wie siehts mit verpflegung aus ?
    wir kommen aus berlin/friedenau – da ist in schöneberg.
    so, für heute genug -
    freu mich euch zu höreb und – vll. schon bis ganz bald!!!
    p.s. gibt es bilder vom karlshof bzw. lokomotive karlshof – würde sie gerne meiner tovhter zeigen um sie zu motivieren: sam. früh aufzustehen und das haus zu verlassen; ist mit teenagern so ne sache… liebe grüße, iris

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