Überwinterung und Zwischennutzung des Karlshofes 2012/2013

Karlshof Stallgebäude

Nachdem die Gruppe „Lokomotive Karlshof“ im Frühling ihr Scheitern erklärt hat, hat die Projektwerkstatt auf Gegenseitigkeit (PaG) den Karlshof am 1. September übernommen. Am 18. September hat sich aus den PaG-Mitgliedern, die zur Wahrnehmung der Verantwortung in den nächsten Monaten jeweils eine Zeit auf dem Karlshof verbringen werden, eine Ständige Vertretung der PAG auf dem Karlshof
(„StäV“) gebildet. Mit Zustimmung durch die PAG wird die Gruppe jetzt folgendermaßen vorgehen:

1. Im Laufe des Herbstes soll der Übergabeprozess abgeschlossen werden: Abschluss der Kartoffelernte (bis voraussichtlich Mitte Oktober) Umlagerung oder Abtransport der Privat-Gegenstände, Auszug der Lok-Mitglieder (voraussichtlich bis November), Sicherung der Gebäude, usw.

2. Die dann folgenden Monate sind als ein deutlicher Einschnitt in der Nutzung des Karlshofes gedacht. Teile des Hofes werden in einen „Winterschlaf“ gelegt. Dabei wird das Gutshaus stillgelegt und das dortige Heizungssystem entleert. Die anderen Gebäude werden, soweit sie nicht in Benutzung sind, gesichert und verschlossen. Im sogenannten Wohnhaus auf dem Hof leben PaG-Mitglieder als StäV
in wechselnder Verantwortung und die von ihnen eingeladenen Freund_innen oder Gruppen. Diese Präsenz soll der Sicherung des Hofes dienen. Darüber hinaus werden wir uns nach Maßgabe unserer Kräfte um den Werterhalt des Hofes inklusive der landwirtschaftlichen Flächen bemühen. Andererseits soll sie dafür sorgen, dass genügend Zeit und Abstand geschaffen wird, um nach einer sorgfältigen Diskussion innerhalb der PaG neue Nutzungsmodelle für den Karlshof zu entwickeln. Die Interims-Regelung ist zunächst bis Frühsommer 2013 gedacht. Bis dahin werden vielleicht neue Modelle oder Nutzer_innengruppen in Sicht sein.

3. Wir gehen davon aus, dass sich vom Frühling an neue selbstständige Gruppenaktivitäten auf dem Hof entfalten; in diesem Zuge wird dann auch das Bauernhaus wieder in Nutzung genommen. Einzelheiten dazu werden die Diskussionen im fullhouse der PAG (u.a. auf ihrer Klausurtagung im Oktober und der fullhouse Versammlung im Dezember) ergeben. Die PaG-Mitglieder der StäV erklären ihre Bereitschaft, für die Vorbereitung möglicher neuer Projekte wie z.B. einer Kartoffel-Kampagne 2013 oder anderer nicht-kommerzieller Projekte Räume und Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.
Interessierte Gruppen wenden sich bitte an die PaG direkt (info@gegenseitig.de). Von dort werden die Anfragen oder Vorschläge an die jeweils zuständigen StäVs auf dem Karlshof weitergeleitet.

Mit unserer Initiative versuchen wir, der PaG und allen, die ihr nahe stehen, eine Zeit des Luftholens und Nachdenkens zu verschaffen, damit wir aus Fehlern lernen können und ein echter Neuanfang auf dem Karlshof gelingt. Die Ziele bleiben unverändert: Formen des kollektiven, solidarischen Wirtschaftens und Lebens mit der PaG möglich zu machen.


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