Archiv für Oktober 2012

Resümee Abwasserbaustelle

Bagger Abwasserbaustelle Wukania 2012

Eigentlich sind wir mit der Abwasserbaustelle in Wukania fertig. Alles ist verlegt und die Gräben sind wieder verschlossen. Die bunten Blätter sorgen wieder für ein ganz idyllisches Flair in Wukania. Aber ein paar Restarbeiten warten noch auf uns, ein paar Kabel müssen wieder repariert werden, die Kellerwände wieder verschlossen und die Anschlüsse in den Häusern vollendet werden.
An unserer Spendenkampagen haben sich etwa 20 Menschen beteiligt. Immerhin 1320 Euro sind dabei zusammengekommen. Hinzu kam eine dicke Materialspende mit ganz viel Abwasserrohren. Vielen Dank noch mal! Insgesamt hat uns die Baustelle aber zwischen 6500 und 7000 Euro gekostet. Ist das Glas nun halb voll oder halb leer? Die nicht durch die Spenden gedeckten Kosten werden wir durch die regelmäßig eingehenden Spenden an den Projekthof und den Beiträgen der NutzerInnengruppen des Hofes decken.
Solch eine große Baustelle die sich über mehrere Wochen zieht, zeigt uns auch unsere Grenzen auf. Denn der Alltag geht ja weiter. Wann ist überhaupt Zeit zum bauen neben Lohnarbeit, Kinderbetreung und Reproduktionsarbeit? Und andere Baustellen wie die eigentliche Kitabaustelle und die Jurtenbaustelle liefen ja parallel weiter. Auch sind die finanziellen Möglichkeiten und die tatkräftige Unterstützung durch Baugäste begrenzt. Trotzdem haben wir es ja geschafft und das war mit Sicherheit nicht die letzte große Baustelle auf dem Hof.

Schlusslicht der Kartoffelkampagne 2012

Die Kartoffeln sind sortiert und in Säcken, und über viele Orte gemeinnützig verteilt.

Nach einem letzten euphorischen und sonnigen Kartoffelerntetag mit spontaner Unterstützung, hat der spätherbstliche Regen uns das Verlassen des Kartoffelfeldes leichter gemacht.

Mit Zustimmung der ständigen Vertretung der PAG (Otfried) am Karlshof geben wir die wenigen übrig gebliebenen Reihen zur Wildernte mit der Grabegabel frei!

Die Kartoffelkampagne 2012 war ein wagemutiger Versuch von Gruppentätigkeit, in der sich viele erst (näher) kennenlernten, im Umfeld von Trennen und Aufbruch. Die Kartoffelsaison am Karlshof wurde getragen von vielen, „jungen“ bis „alten“ – Kartoffel- und Kommunikationsfetischist*innen, Dilettant*innen, Kommunard*innen, queers und feministInnen, Politniks, Tagedieb*innen. Auch weiblichSozialisierte an Traktoren und Maschinen, auch männlichSozialisierte am Herd und mit Kindern. Manche waren auch mehreres davon.

Wir haben nach dem Wie? gefragt. Wir haben versucht Bedürfnisse, Prozesse und Rollen zu betrachten, zu verändern und zu vermitteln. Wir haben versucht uns einander dazu zu ermutigen. Wir haben an Kommunikationsstrukturen gebastelt. Selbstorganisation und Wissensweitergabe geübt und auch begeistert. Es war ein herausforderndes, spannendes und erkenntnisreiches Experimentieren.
Und jetzt? Wird reflektiert und dokumentiert.

Wir wünschen uns, dass der Karlshof weiter, und noch mehr Utopien kollektiven Boden gibt und immer genug, und noch mehr bunte Menschen kommen ihn zu beleben und weiter zu entwickeln.

Es gibt noch was zu tun!
Wir bemühen uns das GelÃände respektvoll zu hinterlassen und sind offen… es haben sich auch Stimmen geäussert… noch 2 Tage Draufgabe falls Unterstützung erwünscht, um zB noch übrige Fenster zu streichen, Bodenbearbeitung oä.: Selbstorganisiert, über die NKL-Mailingliste bzw. NKL-Infoliste.

In diesem Sinn danken wir uns allen

und den unterstützenden Ex-Lokis

und der fantastischen PAG

und allen Unterstützer*innen, die dieses Jahr nicht dabei sein konnten

*** Die Kartoffelkampagne2012 winkt zum Abschied ***

Genossenschaften und soziale Bewegungen am Beispiel des Biocollective in Griechenland

Veranstaltungsreihe zum Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012

Di., 30.10.2012, 19:30h
Ort: 14a, Oranienstraße 14a (Heinrichplatz), 10999 Berlin

Mit: Stephan Heidbrink, Mitglied des Biocollective aus Berlin.

Nach einer Einführung zur Situation in Griechenland und zu verschiedenen Selbsthilfe- Ansätzen wird als ein Beispiel das Biocollective auf Kreta vorgestellt. Es organisiert wirtschaftliche Selbsthilfe und gesellschaftliche Solidarität, indem die Mitglieder auf brachliegenden
Olivenhainen ernten, und damit sowohl selbst Geld verdienen, als auch zum Beispiel Streikende unterstützen.

Gespräch mit dem Referenten Stephan Heidbrink in der Sendereihe „Geld oder Leben“ bei multicult.fm am 27.06.2012: http://www.contraste.netz-bb.de

Eintritt frei – Das Soli-Olivenöl wird an dem Abend angeboten.

Veranstalter: NETZ für Selbstverwaltung und Kooperation Berlin-Brandenburg e.V.: http://www.netz-bb.de/

Kooperationspartner:
CONTRASTE – Monatszeitung für Selbstorganisation (Redaktion Berlin): http://www.contraste.org/
Netzwerk Selbsthilfe: http://netzwerk-selbsthilfe.de/
Prüfungsverband der klein- und mittelständischen Genossenschaften (PkmG): http://www.pruefungsverband.de/
ZdK – Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften: http://www.zdk-hamburg.de/

Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe:

Mi., 28.11.2012, 20:00h, Café Manstein4, Mansteinstraße 4, 10783 Berlin (U-/S-Bhf. Yorckstraße): Solidarische Ökonomien in Berlin, mit:
Elisabeth Voß, Dipl. Betriebswirtin (FH), Publizistin

Do. 29.11.2012 (Uhrzeit und Ort werden noch festgelegt): Schülergenossenschaften in Berlin, mit: Angelika Noß (PkmG –
Prüfungsverband der klein- und mittelständischen Genossenschaften) und Ines Herrmann (Schülergenossenschaft Nanofokus).

Di., 04.12.2012, 19:00h, Gewerbehof Saarbrücker Straße 24, 10405 Berlin (U-Bhf. Senefelder Platz), Konferenzraum der Genossenschaft, Haus B: Zur Genossenschaft werden – durch Umwandlung aus einer anderen Rechtsform, mit: Mathias Fiedler (ZdK – Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften).

Mo., 10.12.2012, 19:00h, Café Morgenrot, Kastanienallee 85, 10435 Berlin: Solidarische Ökonomie: Utopie und Praxis am Beispiel der
Genossenschaften Catende und Cooperasul im Nordosten Brasiliens, mit: Referentin: Astrid Schäfers, Sozialwissenschaftlerin

Di., 11.12.2012, 19:30h, Berliner Büchertisch, Mehringdamm 51, 2. Hof, 10961 Berlin (U-Bhf. Mehringdamm): Kultur der Kooperation – Wie kann Selbstorganisation gelingen? Mit: Elisabeth Voß, Dipl. Betriebswirtin (FH), Publizistin

26.11. WillCommonsClub

Am Wochenende versammelt sich die PAG zu ihrer jährlichen Klausurtagung. Der Zustand der PAG und ihrer Projekte werden reflektiert und das weitere Vorgehen diskutiert. Trotz dieses wichtigen Termins für alle PAGistas wollen wir den WillCommonsClub nicht ausfallen lassen. Also wenn ihr die PAG kennenlernen oder mit uns ins Gespräch kommen wollt, dann könnt ihr wie gewohnt um 19 Uhr ins Cafe V am Lausitzer Platz in Berlin-Kreuzberg kommen, auch wenn ihr dort wahrscheinlich nur eine PAGista dort antreffen werdet.