Eberswalder Wagenburg in Gefahr

Die Idee, das ein Stück Land jemandem gehört und dieser oder diese damit machen kann was ihm oder ihr einfällt, ist und bleibt absurd, auch wenn die ganze kapitalistische Gesellschaft darauf beruht. In Eberswalde gibt es einen kleinen Wagenplatz auf dem Gelände einer ehemaligen Papierfabrik. Der soll nun aber verschwinden, die Eigentümerin verlängert den Nutzungsvertrag nicht. Und das nicht etwa weil sie andere Pläne mit dem Gelände hat. Die WagenburgerlerInnen sollen einfach runter, das Gelände dann wieder leer stehen. Und wohin mit den Wägen und ihren MitbewohnerInnen? Immerhin wird jetzt in Eberswalde über die Einrichtung eines neuen Wagenplatzes auf einem städtischen Grundstück diskutiert. Aber vielleicht besetzen die BewohnerInnen ja auch ihr zu Hause einfach. Oder wir schaffen endlich den Kapitalismus mit seiner irren Eigentumsordnung ab.

Artikel aus der Märkischen Oderzeitung: 1 und 2 und 3 und 4


2 Antworten auf „Eberswalder Wagenburg in Gefahr“


  1. 1 Thomas Bensler 16. Februar 2014 um 10:57 Uhr

    „Die Idee, das ein Stück Land je­man­dem ge­hört und die­ser oder diese damit ma­chen kann was ihm oder ihr ein­fällt, ist und bleibt ab­surd …“ hossa, radikal, radikal. Als GrunstückseigentümerInnen wisst ihr ja schon, dass das mit dem „Tun und Lassen können wie es gefällt“ nicht ganz so ist.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass Bauwagis Grundstücke zur Zwischennutzung überlassen werden steigt so vermutlich nicht. Die Frage, warum Immobilien ohne Beteiligung der Öffentlichkeit privatisiert und damit die Zügel aus der Hand gegeben werden, muss natürlich gestellt werden … in Amtsstuben, in Worten die auch ein CDUer versteht.

    Anderes Bsp wie man der Sache an sich durch übertriebene Radikalität nicht Gutes tut:
    http://www.refrat.de/article/8765.html?1392145136
    andere Sicht:
    http://pastebin.com/bJEF7WTu
    http://pastebin.com/zL07qdEb

  2. 2 naschi 14. März 2014 um 13:53 Uhr

    Das mit dem „radikal“ nehme ich als Kompliment. Es zeichnet die PAG ja gerade aus, dass sie die kapitalistische Eigentumsordnung radikal in Frage stellt. Der Raub, die Aneignung, die Privatisierung des Landes war eine der wichtigsten Startbedingungen für den Kapitaslismus. Wir setzen dagegen die gemeinschaftlich organisierte Verfügung über das Land und die Häuser. Mehr zum Thema COMMONS: http://commonsblog.wordpress.com/was-sind-commons/

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