Bericht zu den Wukania-Holzwochen

Liebe Holzfäller*innen, liebe Neugierige und Freund*innen Wukanias,

zwei schöne Holzwochen sind vorbei, die Überreste aufgekehrt, die letzten Teller gespült, für ein paar Tage wieder ein bisschen Ruhe zu Gast (sie bleibt nie so lange ; ) ).

Zwei Wochen lang haben wir ne ganze Menge Holz bewegt und klein gekriegt, in der ersten Woche waren wir an den meisten Tagen im Wald, mal fünf, mal acht Menschen, hatten ganz viel Glück mit der Sonne, die kaum aufhörte zu scheinen und haben mit Kettensägen, Handsägen und Äxten viele Traubenkirschen gefällt, die sich in den letzten Jahren so doll vermehrt haben, dass sie vielen anderen Bäumen wenig Chance zu wachsen lassen. Die Tage im Wald waren schön, anstrengend und schön, mit gemütlichem Imbiss auf Baumstümpfen, dann gings weiter, Stämme rausziehen, markieren, wo sie zersägt werden, mehr Bäume ankreiden, die gefällt werden sollten, Äste und Zweige mit Handsäge und Beil abhauen oder -sägen, stapeln….

Wieder in Wukania zum Sonnenuntergang, die meisten mit dem Rad, wartete schon leckeres Essen und nachdem das Werkzeug pfleglich sauber gemacht
und wieder geschärft wurde, wurde in geselligen Abendrunden gespielt, gequatscht, gesaunt oder sich ums Feuer gesetzt.

Am Wochenende waren es gleich schon vielmehr Menschen, und auch in der 2. Woche waren wir eher 15 bis 20 Leute, die irgendwie ihren Teil zu gut 28 Raummeter Holz, die schon klein gemacht wurden und etwa nochmal soviel, was noch im Wald in Stammstücken liegt, und vor allem zu einer echt schönen, gemeinschaftlichen Atmosphäre beigetragen haben.

In der zweiten Woche wurde viel „auf dem Hof“ gemacht, die alten Buchen- und Eichenstämme, die schon seit dem Sommer da lagen, wurden mit der Kippsäge, dem Spalter (machine!) und mit vielen Äxten, die Paul teils frisch neu eingestielt hatte, zu ofengerechten Halbmeterstücken gestückelt. Spuren für neue Holzstapel wurden gebaut, Schubkarre um Schubkarre voller Holzscheite aufgetürmt – es ist richtig hübsch geworden, wie sich das Brennholz am Zaun und um Bäume entlang schlängelt und so neuen Raum entstehen lässt.

Am Donnerstag in dieser Woche war das ersehnte Highlight, mit 20 Leuten gings in den Wald, um endlich die Hänger zu beladen – denn heute sollten das ganze Holz endlich nach Wukania geschafft werden. Ab 16 Uhr wurde aufgeregt gewartet…gewartet…gewartet – dann um halb sechs war es soweit: Der Trecker mit den beiden Hängern kam! In einer gegen Ende gefühlten Nacht- und Nebelaktion, so wird erzählt, denn so langsam wurde es ja schon dunkel, ging in Ketten Holz um Holz durch die vielen unermüdlichen Hände, bis es auf dem Hänger landete, höher und höher, bis der erste Hänger voll war. Nun musste der zweite Hänger herrangiert werden, das war gar nicht so einfach, und eine Schar aufgeregter Kinder hüpfte um die Aktion herum, einer, der dabei war, meinte danach: Es war wie im Wendland! Es war schon spät, als die beiden Hänger abends ankamen, die Kinder schon im Bett und nur ein paar erschöpfte Held*innen waren übrig, um die ganze Ladung (gut 15 Raummeter Traubenkirsche – also einige hundert Stücke) wieder runter zu werfen, damit Freund Olaf, der den Trecker fuhr, endlich Feierabend machen und samt Hängern nach Hause fahren konnte.

Am nächsten Tag, die Sonne schien schon früh, ging es frisch und munter weiter, wie immer mit dem gemeinsamen Frühstück und der Morgenbesprechung, dann werkel werkel, spalt spalt, säg säg, Mittagessen, mittags wie morgens (werkel spalt säg) und abends (nach einer wirklich leckeren Lasagne) gab es einen Workshop „Trans* für Einsteiger*innen“, wir waren um die zehn Menschen und hatten einen guten, viel Aufschluss und Input gebenden Workshop mit interessanten Diskussionen.

Für uns Bewohner_innen war es ganz schön viel, am Ende der zwei Holzwochen noch einmal so sehr in der Verantwortung zu sein, uns um die erfreulich vielen Gäste zu kümmern – das war auch der Grund, warum am Samstag, dem letzten Abend, statt Lagerfeuer so ziemlich alle Bewohner_innen früh in die Betten gefallen waren. Um uns beim nächsten Mal etwas besser um Euch fleißige Baugäste zu kümmern, haben wir unter anderem überlegt, uns vor so einem Wochenende ein oder zwei gemeinsame freie Tage zu „verordnen“.

Am Sonntag gab es nochmal ein letztes gemeinsames Mittagessen, draußen, in the sun, und dann verabschiedeten sich auch die letzten Holz-Gäste, nur die Sägespäne auf dem Beton (und die zehn neuen Holzstapel) ließen ahnen, wie viele Menschen hier zusammen so ne nette Aktionszeit gehabt haben mussten…

Es warn zwei sehr nette, entspannte Wochen zusammen mit Euch, die ihr da wart! Auch uns Bewohner*innen hat es wieder mal näher zusammen gebracht,
es war ein sehr schönes, gemeinsames Arbeiten und Leben!

Danke Euch allen, die dabei waren!

Wir freuen uns schon aufs nächste Mal!


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