22.-24.8. Theaterlabor in Wukania

Vom Theater der Unterdrückten (Augusto Boal) zum Theater zum Leben (David Diamond)

Ein Theaterlabor zu der Frage des Lebensglücks, den versteckten Wünschen in Beziehungen und die „Stimmen der Konzerne in unseren Köpfen“.

22.-24. August 2014

An dem Wochenende möchte ich in drei Phasen mit den Methoden des „Regenbogens der Wünsche“, dem Bildertheater nach Augusto Boal , sowie mit den „Corporations in our Head“ des kanadischen Theatermachers David Diamond mit euch Theater spielen.

„Regenbogen der Wünsche“
Der aus Brasilien stammende Augusto Boal ist der Begründer des „Theater der Unterdrückten“, das den Fokus auf sichtbare Formen von politischer Unterdrückung richtet. Augusto Boal musste sein Heimatland Brasilien verlassen und ging unter anderem nach Europa ins Exil. In dieser Zeit (Selbstzweifel, Kontaktarmut, Einsamkeit) entwickelte er daraufhin Methoden, die die Konflikte und Kommunikationsschwierigkeiten des einzelnen Subjekts ins Zentrum des Spiels rückten. Ihm begegnete sehr häufig internalisierte Unterdrückung. Im „Regenbogen der Wünsche“ werden mit theatrale Standbildern Wünsche, Bedürfnisse und verborgene Gefühle in Konflikten sichtbar gemacht.

„Cooperation in our Head“
Der kanadische Theatermacher David Diamond entwickelte aus dem „Theater der Unterdrückten“sein „Theater zum Leben“. Ausgehend von der boalschen Methode des „Polizisten im Kopf“ erfand er die „Cooperation in our Head“ Mit dieser Technik können wir herausfinden wie wir die Werbe- und Wertebotschaften der Konzerne internalisieren.

Auf der Suche nach dem Glück?
Im letzten Teil möchte ich gerne mit Euch mit Hilfe des Bildertheaters auf die Suche nach unserer Vorstellung vom Glück begeben. Glück ist in aller Munde, aber was bedeutet Glück? Und was steht dem entgegen? Und darf ich als politische engagierter Mensch überhaupt glücklich sein? Manchmal können Ideale auch sehr destruktiv sein, z.B. mit einem Glücksverbot: Angesichts des Elends der Welt darfst du nicht glücklich sein. Anhand des Bildertheaters werden wir uns mit solchen Fragen beschäftigen.

Workshopleiter: Harald Hahn, Diplom‐Pädagoge,
Herausgeber der „Berliner Schriften zum Theater der Unterdrückten
http://harald‐hahn.de

TeilnehmerInnen-Begrenzung: Nicht mehr als 20

Workshopzeiten:
Freitag: 19:30 – 21:30 Uhr
Samstag: 10 -13 Uhr – 15:30 Uhr – 18:30
Sonntag 10 – 13 Uhr

Veranstaltungsort: Sissi auf dem Wukania-Projektehof in Biesenthal

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Wukania-Lernwerkstatt statt. Wir erheben grundsätzlich keine Teilnahmegebühren oder ähnliches. Gleichzeitig sind wir auf Spenden angewiesen.

Bitte meldet euch per email an: lernwerkstatt@wukania.net


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