Flüchtlingsheim in Oderberg

Am Freitag gab es ein Treffen der Oderberger Willkommensinitiative. Das Thema war der Plan des Kreises in der kleinen Stadt Oderberg (2100 EinwohnerInnen) eine große Flüchtlingsunterkunft bauen zu lassen. Deswegen waren zu dem Treffen die zuständige Dezernentin der Landkreises Frau Ulonska, der zukünftige Träger des Heimes (EJF) und auch VertreterInnen der Stadt bzw. des Amtes dazu geladen.

Dabei wurde deutlich das die Stadt als auch die Willkommensinitiative die Unterbringung weiterer Flüchtlinge in Wohnungen befürworten. Zur Zeit betreibt das EJF im Auftrga des Kreises einen sogenannten Wohnverbund von 12 Wohnungen mit etwa 40 Flüchtlingen. Weitere 6 Wohnungen sollen dazu kommen, im selben Haus wären dann noch 6 weitere Wohnungen frei. In der Stadt gäbe es aber noch zahlreiche weitere leerstehende Wohnungen.

Inzwischen hat der Träger EJF im Auftrag des Landkreises ein Baugrundstück gekauft. Die Kaufunterlagen liegen bereits beim Notar. Noch in diesem Jahr soll in Containerbauweise eine Unterkunft für 80-100 Flüchtlinge gebaut werden. Ein Bauantrag ist noch nicht gestellt.

Landkreis und EJF wollen also etwa 140-160 Flüchtlinge in Oderberg unterbringen. Frau Ulonska und die Vertreterin des EJF haben deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sind von ihren Heimbau-Plänen abzurücken, obwohl sowohl die Willkommensinitiativen als auch die Stadt Oderberg diese ablehnen.

Noch könnte der Kaufvertrag rüchgängig gemacht werden. Und wenn weiterhin nicht genug Wohnungen für die Unterbringung der Flüchtlinge gefunden werden können, dann könnte in anderen Barnimer Orten Grundstücke für den Bau von kleinere Flüchtlingsunterkünfte gekauft werden. In Orten die verkehrsgünstiger liegen und die eine passende Infrastruktur vorweisen. Doch dazu sind Landkreis und EJF nicht bereit. Dabei geht es vor allem darum Geld auf Kosten der Flüchtlinge zu sparen.

Landkreis und EJF haben auf dem Treffen auch eingestanden das die Infrastruktur in Oderberg für so viele neue Flüchtlinge nicht ausreichend ist. So soll die Busanbindung verbessert werden, der einzige Supermarkt soll überredet werden preiswert Zutaten für eine internationale Küche anzubieten. Das Personal in Kita und Schule soll aufgestockt werden. Es gibt aber keine festen Zusagen, sondern nur Absichtserklärungen im Sinne von „Wir werden uns dafür einsetzen,
dass…“. Allein aus Kostengründen wird das meiste davon sicherlich nicht umgesetzt werden.

Die Pläne von Landkreis und EJF können jetzt nur noch vom Kreistag gestoppt werden.

Erklärung der Barnimer Willkommensinitiativen zu den Plänen in Oderberg


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