Einladung zum NK Café am 22. Februar

Liebe Freund_innen,

das zweite Jahr der Zwischennutzung des Karl_ahofs durch die Initiativen von ´april, april´ neigt sich langsam dem Ende zu. Wir möchten euch daher über die Entwicklungen auf dem Hof informieren und uns mit euch über die weiteren Perspektiven austauschen.

So laden wir euch also ein zu einem nicht-kommerziellen Cafe am Sonntag, den 22. Februar 14.30 bis 17 Uhr im `Weltraum´, Ratiborstr. 4 in Kreuzberg.

Zunächst ein paar Infos zur Entwicklung des Hofes:

Wir sind mitten in einer besuchsfreien Zeit bis Ende März. Die Bewohnis, mittlerweile 10-12 Personen, wollen die Zeit nutzen sich mehr auf das gemeinsame Leben am Hof zu konzentrieren z.B. gemeinsame Perspektiven entwickeln, verbindendes Benennen, Gruppe werden, Rückzug auf einem belebten Hof organisieren.

Im Rahmen der gesamten VV (also all jener Menschen die mehr oder weniger verbindlich den Hof tragen, unabhängig ob sie auf dem Hof wohnen) versuchen wir Perspektiven einer langfristigen Nutzung des Hofs zu entwickeln (Nutzung der Flächen & Gebäude, Verteilung der Verantwortlichkeiten, Überprüfung des Konzeptes Initiativenhof, gemeinsames Tragen von FLTi Räumen).

Im letzten Jahr haben sich die Kontakte einzelner zur PaG sich deutlich intensiviert,. Dazu entsteht eine Art Beratungs- und Begleitungsprozess mit PaG-Menschen aus anderen Projekten, die in Abständen auf dem Hof vorbeischauen und mit denen wir uns zu aktuellen Entwicklungen auf dem Hof austauschen. Auch intensiviert sich ein Austausch mit anderen NK-Projekten mit denen gemeinsam eine Broschüre zu Nicht-Kommerzialität entsteht.

Aktivitäten auf dem Hof

Das letzte Jahr war voll von vielen Aktivitäten und Aktionen am Hof, zB:

* FLTI- Motorsägenkurs
* Holzwochen
* Brotbacken
* Übernachtungs-Infrastruktur für das Haßleben-Camps (Wir haben es Satt!)
* Einrichtung der Tischlerei
* Apfelsaftpressen

Was treibt die Getreide-Ini?…..
Rund ums Getreide ist 2014 auf dem Karl_ahof viel passiert. Als die Frühjahrssonne die ersten Strahlen auf das im Herbst zuvor bestellte Roggenfeld sandte, wurde dort eine Untersaat ausgebracht. Im Mai haben wir in einer FLTI*-Aktion Tartarischen Buchweizen ausgesät, in der Hoffnung, daß dieser die Quecken verdrängt: das kann der nämlich besonders gut! Der Buchweizen gedieh prächtig. Eines schönen Sommertages konnten wir dann leckeren Roggen ernten. Er
wartet nun auf dem Karl_ahof auf seine Abholung von den verschiedenen Gruppen. Ein Großteil wird nach Leipzig zum Rebäcka-Kollektiv gehen; der Rest an die Berliner Backgruppe und diverse ( Haus-) Projekte.
Auch der Buchweizen, übrigens nicht zum Verzehr geeignet, wurde gemäht. Ihn können wir dieses Jahr wieder als Saatgut verwenden, um der Quecke entgegenzutreten.
Was dieses Jahr passiert, hängt von den Kapazitäten unserer 7-köpfigen , personell stabilen Getreide-Ini ab, wie auch von der Nachfrage nach Roggen. Momentan denken wir über einen weiteren Anbau von Roggen und vielleicht auch über eine kleine Menge Sommergetreide nach.

…..und die Kartoffeln?
Wir wollen uns anlässlich dieses Treffens über einen Rückblick auf das Kartoffeljahr 2014 austauschen sowie über etwaige Perspektiven für 2015 mit euch austauschen. Zunächst ein paar Infos zu 2014:
Im Rückblick auf 2013 gingen wir schon mit einer gewissen Skepsis in dieses Jahr. Es gab wieder einige schöne Momente, aber zu viel Verantwortlichkeit lastete auf zu wenig Schultern. Die Beteiligung an einzelnen Arbeitsschritten war ziemlich dünn. Ein kleiner Teil der Kartoffeln blieb in der Erde. Die Kartoffel-Cafes 2013 wurden nur von sehr Wenigen wahrgenommen. Wir fragten uns, wer was mit der nicht-kommerziellen Kartoffel verbindet.
In der Hoffnung, neue verbindliche Mitstreiter_innen für 2014 zu finden, entschlossen wir uns dennoch zur Fortsetzung.
Zu Beginn dieses Jahres hatten wir euch gefragt, wie viel Kartoffeln ihr gerne hättet und in welcher Form/ mit welchen Energien ihr euch an der Kartoffelkampagne beteiligen wollt. Die Resonanz darauf war äußerst spärlich.
Im Rückblick müssen wir konstatieren, dass wir in einem voluntaristischen Akt dennoch wieder etwas zu viel Kartoffeln ausgebracht haben. Zwar konnten wir die Verantwortlichkeiten innerhalb der Ini befriedigender verteilen, aber unsere Bemühungen um neue verbindliche Mitstreiter_innen brachten kaum etwas und einmal abgesehen von der Ernte gab es in den anderen Arbeitsschritten kaum Unterstützung.
In der Ernte gab es zwar wieder viele schöne Erfahrungen, aber die Beteiligung reichte wiederum nicht aus, um alle Kartoffeln aus der Erde zu holen.

Wie soll es nun weitergehen?
Wir wollen auch weiterhin am Experiment der Nicht-Kommerzialität festhalten. Insbesondere die positiven Erfahrungen in der Vernetzung mit anderen NK-Experimenten ermutigen uns dazu. Aber unsere Ressourcen reichen für eine Fortführung des Kartoffelanbaus 2015 nicht aus.
Zudem scheint es uns an der Zeit, die Erfahrungen der letzten jahre und die NKL-Praxis grundlegender zu reflektieren. Diejenigen von uns, die fest auf dem Hof leben, wollen in den nächsten Monaten ihren Schwerpunkt auf den Hof; auf die Entwicklung der Hofgruppe und die Arbeit an den Perspektiven des gesamten Hofes legen.
Ohne praktischen Druck wollen wir die Zeit zu intensiverer Reflexion der NK-Praxis – auch mit euch – nutzen.
Wir tendieren daher zu einer schöpferischen Pause der nicht-kommerziellen Kartoffel für 2015.

Falls es aber andere aus eurem Kreis gibt, die sich verantwortlich um den Kartoffelanbau 2015 kümmern wollen, wären einzelne von uns unterstützend/ begleitend mit von der Partie.
Vielleicht kann es dann doch in kleinem Maßstab eine Fortsetzung geben.

Wer am 22.2. Kartoffeln mitnehmen möchte, möge uns das bitte über folgende mail-Adresse mitteilen:
lapatata@gegenseitig.de

Liebe Grüße vom Karl_ahof

P.S. Ein herzliches Dankeschön an alle, die 2014 dazu beigetragen haben, den Hof zu beleben und die Kosten der Produktion abzudecken.


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