Für eine solidarische und an den Bedürfnissen der Flüchtlinge orientierte Aufnahme, Unterbringung und Begleitung im Barnim

Vertreter*innen der Barnimer Willkommensinitiativen schlagen folgende Kriterien zur Gestaltung eines langfristigen Unterbringungskonzeptes fest:

WOHNUNGEN
• vorrangig organisieren, in verschiedenen Größen und verteilt auf die Orte
• in Orten mit Bahnhöfen, Einkaufsmöglichkeiten, Schule, Kita, medizinischer Versorgung, psychologischen und juristischen Beratungsmöglichkeiten, Sprachkursen, Übersetzungsmöglichkeiten, Begegnungsorten
• in Berlin nahen Orten (Panketal, Bernau, Ahrensfelde, Werneuchen, Wandlitz) neue Wohnungen bauen
• in Eberswalde leerstehende Wohnungen sanieren
• neu gebaute oder sanierte Wohnungen so konzipieren, dass sie später als Sozialwohnungen genutzt werden können
• Anteil der Anmietung von Privat durch Sanierungszuschuss und/ oderMietpreiszuschuss steigern

ÜBERGANGSWOHNHEIME
• Unterbringung in ÜWH als Übergangsvarianten auf Minimum begrenzen
• Landkreis baut oder saniert auf eigenen oder neu erworbenen Grundstücken (alternativ/ ergänzend durch Kommunen, Kommunale Unternehmen, Wohnungsgenossenschaften möglich)
• Betrieb durch gemeinnützige Träger mit Erfahrungen und Konzept, das auf Respekt und Aktivierung der Flüchtlinge sowie auf Einbindung der Unterstützenden und Kommune zielt und Supervision für die Mitarbeitenden vorsieht
• Neubau sowie Umbauten bestehender Gebäude immer in Form von Wohnungen – mind. 12M2/ Person; viele kleine, in sich abgeschlossene Wohneinheiten + Gemeinschaftsräume
• Belegungskapazität nicht mehr als 50 Personen
• in Orten mit Bahnhöfen, Einkaufsmöglichkeiten, Schule, Kita, medizinischer Versorgung, psychologischen und juristischen Beratungsmöglichkeiten, Sprachkursen, Übersetzungsmöglichkeiten, Begegnungsorten
• maximal 3km Entfernung zum Bahnhof mit regelmäßiger, mindestens stündlicher Anbindung an den ÖPNV
• Auswahlprozess der Standorte mit Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Willkommensinitiativen

ALLGEMEINES
• ÜWH in Althüttendorf im Sommer 2015 endgültig schließen
• kein ÜWH in der ehemaligen Kaserne Ladeburg
• Flüchtlinge entscheiden mit, wo sie wohnen werden – Transparenz und Einbindung beim Verfahren für Flüchtlinge und Unterstützende
• Unterbringung in Dörfern nur, wenn Flüchtlinge wirklich zustimmen und es vor Ort eine ernsthafte, nicht vereinnahmende Unterstützung von mehreren Leuten gibt


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