Neuigkeiten zur Geflüchteten-Wohnung in Wukania (10.11.2016)

Seit dem letzten Neuigkeiten-Rundbrief ist eine Menge passiert:
Die Heizung, die Wasserinstallationen und die Elektrik sind fertig geworden, in allen Räumen gibt es nun (teils neue, teils aufgearbeitete) Holzfußböden, die Küche ist fertig eingerichtet und die neue Eingangstür mit Fenstern lässt viel mehr Licht in den Flur. Im Rahmen eines internationalen Workcamps mit Menschen aus Spanien, Georgien, Italien, Mexiko, Japan, Frankreich, Tschechien und der Türkei wurde die Wohnung gestrichen, diverse andere Freiwilligeneinsätze haben geputzt und wieder (Bau)Dreck gemacht, unser Bundesfreiwilliger Zaher hat gefliest, verputzt und Böden geschliffen.
So ist die Geflüchteten-Wohnung mittlerweile bezugsfertig und wartet auf Bewohner_innen.

Auf der Suche nach Bewohner_innen sind wir nun schon eine ganze Weile. Diverse Besichtigungen und Gespräche haben stattgefunden, aber bisher haben sich alle, die da waren, dagegen entschieden. Unser letzter Kennenlernprozess mit einer Familie aus Serbien war sehr konkret und es sah so aus, als wenn sie demnächst einziehen, aber aus verschiedenen persönlichen Gründen haben sie sich doch für etwas anderes entschieden. Heute war wieder eine Familie da, die sehr interessiert wirkt – wir werden sehen wie es weitergeht.
Ein häufig genannter Grund, nicht hierher zu ziehen, ist die relative Abgelegenheit – Bahnhof und Einkaufsmöglichkeiten sind 5 bzw. 2 km entfernt, ein Bus fährt pro Stunde, und die Kommunikations-, Begegnungs- oder Jobmöglichkeiten sind in Biesenthal eher begrenzt. Die größeren Städte sind natürlich viel gefragter – aber bezahlbare Wohnungen aufgrund des Wohnungsmarktes fast unmöglich zu bekommen.
Auf der Suche nach Bewohner_innen freuen wir uns über Hinweise und Vermittlung von Kontakten.

Unsere Spendenkampagne hat insgesamt etwa 15.000 Euro an Spenden zusammengebracht. Für die Sanierung der Wohnung haben wir bisher ca. 13.700 Euro ausgegeben – der überwiegende Teil davon für Baumaterialien, ein kleiner Teil für bezahlte Handwerker_innen und Kollektive – der Großteil der Arbeit wurde ja ehrenamtlich geleistet.
Nach der Sanierung der Wohnung haben wir nun noch etwa 1300 Euro übrig und noch 3 Fenster zu erneuern, weil die alten zugigen Fenster viel Energieverlust bedeuten. Der Spendenrest würde schon für etwa 2 Fenster reichen – durch ein paar weitere Spenden könnten wir auch das dritte noch ersetzen.
Weiterhin sammeln wir langfristig Spenden, weil wir in einigen Jahren das Dach erneuern müssen. Die entstehenden Betriebskosten wollen wir je nach der finanziellen Situation der Bewohner_innen ggf. mitfinanzieren. Daher unten nochmal die Kontoverbindung und die Einladung, auch über eine langfristige monatliche Dauerspende nachzudenken.

Zu folgenden Gelegenheiten könnt ihr mit uns zusammen aktiv werden:

In Biesenthal organisieren wir ein Begegnungscafe mit Geflüchteten und Hiergebliebenen – das erste hat gerade stattgefunden, das nächste ist am 5.12. um 16 Uhr, Schulstraße 14 im Gemeindehaus der evang. Kirche. Kommt gerne dazu!

Am Freitag, dem 11.11. macht das westafrikanisch-europäische Netzwerk „Afrique-Europe-Interact“ eine Bustour gegen das EU-Grenzregime mit Kundgebungen an diversen afrikanischen Botschaften und vor der deutschen GIZ in Berlin – Treffpunkt ist ab 9:30 am Oranienplatz – einige von uns sind mit dabei.

Einzel- und Dauerspenden gern an:

Sinnflut e.V.
IBAN DE76 1709 2404 0006 0289 77
BIC GENODEF1FW1
Volksbank Fürstenwalde
Verwendungszweck: Geflüchtete
Der Verein Sinnflut e.V. ist gemeinnützig und kann Spendenquittungen ausstellen.

Der ursprüngliche Spendenaufruf
Neuigkeiten Brief März 2016
Neuigkeiten Brief Mai 2016


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