Archiv für Februar 2017

Demo gegen Abschiebung aus Ützdorf

Am Freitag den 17. Februar fanden sich fast 40 Menschen vor der Kreisverwaltung in Eberswalde zu einer Kundgebung ein. Unter ihnen Geflüchtete aus Ützdorf, Biesenthal und Eberswalde. Anlass war eine Abschiebung in den Morgenstunden des Vortages. In Ützdorf, einer kleinen Siedlung zwischen Biesenthal und Wandlitz, wurde ein junger Mann aus Somalia von der Polizei geweckt. Die Abschiebung erfolgte ohne Vorankündigung, der Betroffene hatte keine Möglichkeit sich von seinen Freunden zu verabschieden. Auch seinen Anwalt durfte er nicht informieren.

Die BewohnerInnen des Flüchtlingswohnheimes in Ützdorf sind schockiert und wütend. Sie fordern die Rückkehr des Betroffenen und fürchten selbst Opfer einer Abschiebung zu werden. Deswegen zog eine kurze Spontan-Demonstration unter dem Motto „Stop Deportation – Keine Abschiebungen“ vor die Eberswalder Ausländerbehörde.

Moz-Artikel „Protest gegen Abschiebungen “ (17.02.2017)

Ützdorf ist als Wohnort für geflüchtete Menschen nicht tragbar

Kundgebung am 28.02.2017 von 16.30 – 17.30 Uhr
vor dem Paul-Wunderlich-Haus auf dem Marktplatz Eberswalde

Menschen die bei uns Schutz suchen, sollten unter anderen Menschen wohnen, mit Verkehrsanbindung und selbstbestimmten Zugang zu notwendiger Infrastruktur, statt einer versteckten Unterbringung in einem abgelegenen Flecken wie Ützdorf.

Geflüchtete aus dem Heim in Ützdorf und ihre UnterstützerInnen wollen vor dem Sitz der Kreisverwaltung im Paul-Wunderlich-Haus demonstrieren um auf ihre schwierige Situation aufmerksam zu machen.

Bewohner des Heims in Ützdorf und die Initiative Barnim für alle

Mehr Informationen zur Situation in Ützdorf: (mehr…)

7. Vernetzungstreffen der Barnimer Willkommensinitiativen

Am Sonntag den 26. Februar treffen sich von 15:00 bis 18:00 Uhr VerteterInnen aus den Barnimer Willkommensinitiativen zu ihrem 7. Vernetzungstreffen. Zweimal im Jahr gibt es diese Treffen um sich gegenseitig zu informieren, fortzubilden, auszutauschen und um gemeinsame Aktivitäten zu planen. Das Treffen findet im Palanca, Coppistr. 1 in Eberswalde statt.

Solidarität mit den Ovaherero und Nama!

11. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen und Schwarzen Opfer von Versklavung, Versklavungshandel, Kolonialismus und rassistischer Gewalt

Samstag, 25. Februar 2017 | 11 Uhr | Treffpunkt: Wilhelmstr. 92 in Berlin-Mitte

Das Komitee für ein afrikanisches Denkmal in Berlin (KADIB) veranstaltet am 25. Februar 2017 ab 11 Uhr (Treffpunkt Wilhelmstraße 92 in Berlin-Mitte) den 11. Gedenkmarsch für die afrikanischen und Schwarzen Opfer von Versklavung, Versklavungshandel, Kolonialismus und rassistischer Gewalt. Der Gedenkmarsch wurde ins Leben gerufen, um der Forderung nach Anerkennung der Verbrechen gegen afrikanische und Schwarze Menschen Nachdruck zu verleihen und um ihren Widerstand zu würdigen. (mehr…)

CECOSESOLA – Kleiner Bericht von meiner Zeit hier – Teil 1

17.02.2017

Fuenf Wochen habe ich nun hier in Barquisimeto beim Kooperativenverbund Cecosesola verbracht. In diesem ersten Teil meines Berichts geht es um den Verlauf eines Markttages und um die andere Lieblingsbeschaeftigung der compañeros: Treffen.
Teil 2 soll folgen.

CECOSESOLA -Was ist das?
Barquisimeto ist eine (ehrlich gesagt relativ haessliche) Stadt mit 1,5 Millionen Einwohner_innen. Zum Kooperativen-Verbund CECOSESOLA gehoeren als groesste Aktivitaeten die Wochenmaerkte (feria) an drei riesigen und weiteren ca. 10 kleineren Standorten. Geschaetzt versorgt Cecosesola etwa ein Viertel bis ein Drittel der Stadtbewohner_innen mit Lebensmitteln. Ausserdem gibt es ein Gesundheitszentrum, ein Beerdigungsinstitut, einige Dutzend angeschlossene landwirtschaftliche Kooperativen und kleine Fabriken, die Nudeln, Saft oder Seife herstellen. Insgesamt gibt es 20.000 Genossenschaftsmitglieder, von denen 1300 fest und mit einer woechentlichen Lohnauszahlung arbeiten und weitere 1000 ehrenamtlich an den Markttagen mithelfen. Der Verbund wurde 1967 gegruendet und Ende der 70er Jahre wurden die Hierarchien abgeschafft. Seit dem chavistischen Kooperativengesetz von 2002 gibt es auch keine formalen Vorstaende mehr. Ein Grundprinzip ist die Rotation – alle sollen immer wieder andere Bereiche kennenlernen und dort Verantwortung uebernehmen. Es gibt keine Trennung von Hand- und Kopfarbeitenden, und alle kriegen den gleichen Lohn. (mehr…)