widerständig aktiv. langfristig dabei.

In diesen Zeiten ungewöhnlich: Eine Einladung für einen Kurs in live, nicht online! Wir gehen davon aus, dass es möglich sein wird, den Kurs im September stattfinden zu lassen – auch wenn wir es nicht definitiv wissen. Wir denken, dass gerade in diesen verrückten Zeiten eine 10-Tages-Auszeit – mit Raum für Reflexion, Austausch und gemeinsames Lernen – hilfreich und wichtig ist.

10 Tages Kurs Nachhaltiger Aktivismus vom 03.-12.09.2020 in bei Berlin

Tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen brauchen Zeit und einen langen Atem. Zu oft verlieren wir Mitstreiter*innen auf dem Weg. Was sind Strategien und Umgangsweisen, um gemeinsam dabei bleiben zu können? Was können wir als Einzelne tun, was können wir gemeinsam tun? Auf dem Kurs geht es um Reflexion und Bewusstwerden von den Barrieren und Blockaden in uns drin und in der Gesellschaft, in der wir leben. Und die Frage: Wie schaffen wir einen liebevollen, kämpferischen, solidarischen und achtsamen Umgang miteinander.

Immer wieder steht unser Engagement auch im Konflikt mit ganz anderen Aktivitäten, wie z.B. Lohnarbeit, unserem Alltag und zwischenmenschlichen Beziehungen. Zudem erschweren uns Konflikte innerhalb der Gruppen oder Netzwerke, in denen wir uns organisieren, das Miteinander und damit auch das politische Arbeiten.

Wir wollen einen Raum eröffnen zur Reflexion, Analyse und Rückbesinnung darauf, warum wir tun, was wir tun – und wie es uns damit eigentlich geht. Wir wollen einen Raum schaffen für gegenseitigen Erfahrungsaustausch, Inspiration und das Erlernen und Ausprobieren von neuen praktischen Fähigkeiten. Und all dies in einer möglichst fehlerfreundlichen Atmosphäre.

+ was sind Energiefresser und Blockaden, die unser Engagement erschweren?
+ was verstehen wir unter Aktivismus?
+ wie reproduzieren wir kapitalistische Werte und Normen in unseren Gruppen – im Umgang miteinander und mit uns selbst?
+ was muss ich leisten und wissen, muss ich mich passend verhalten, um dazu zugehören?
+ wie gehen wir damit um, dass unsere Ideale all zu oft an der Realität scheitern?
+ wie können wir uns strategischer und langfristiger organisieren?

Ziele des Kurses sind:
* Erfahrungen und Wissen zu den individuellen wie kollektiven Dimensionen des nachhaltigen Aktivismus zu sammeln

* Bestärkung und Befähigung in deinem politischen Handeln, strategisches Denken üben, Kollektive Umgangsweisen stärken, Kollektivität üben – Reflexion von Bedingungen für gemeinschaftliches und gemeinsames Denken und Handeln

* Kennenlernen verschiedener Möglichkeiten individueller und kollektiver Selbstfürsorge. Erarbeitung von Ideen, wie diese in unseren politischen Alltag integriert werden können. Die eigenen Gefühle und Bedürfnisse besser wahrnehmen und äußern zu können, um auf uns selbst und aufeinander aufzupassen

* Kennenlernen von Werkzeugen, für einen besseren zwischenmenschlichen Umgang in unseren Gruppen und Netzwerken. Ein Schwerpunkt ist dabei der konstruktive Umgang mit Unterdrückungsmechanismen und wie ich Verbündete für andere Menschen im Befreiungsprozess sein kann.

* Herausarbeiten von Normen und Werten, sowie ausgesprochenen und unausgesprochenen Regeln, die das Miteinander hemmen, Konflikte fördern, Stress und Druck erhöhen.

Uns ist wichtig verschiedene Lernstile und Methoden einzusetzen: Von theoretischen Inputs, über erfahrungsbasiertes Lernen und Körperarbeit bis hin zu kreativen Ausdrucksmöglichkeiten und inspirierender Zeit in der Natur ist alles dabei.

Wir sind alle Aktivist*innen und organisieren dieses Training von Aktivist*innen für Aktivist*innen. Der Kurs besteht aus intensiven Arbeitszeiten und Ruhephasen. Unseren Alltag organisieren wir gemeinschaftlich und teilen anfallenden Aufgaben. Es wird für uns gekocht.

Für wen ist das Training?

Jede Person, die für soziale Veränderung kämpft ist eingeladen. Wie zum Beispiel in Stadtteil- und Arbeitskämpfen, Unterstützungsarbeit, in der Antifa-, Antira- oder Klimabewegung oder queerfeministische Bewegung. Dabei beinhaltet Aktivismus für uns einerseits den Widerstand gegen die fortlaufende Ausbeutung, Unterdrückung und Umweltzerstörung und anderseits den Aufbau von Alternativen für lebenswertere Gemeinschaften und eine solidarische Gesellschaft jenseits des Kapitalismus.

Wir wollen, dass die Themen des Kurses in vielen Gruppen Raum haben – deshalb meldet euch gerne zu zweit aus eurer Gruppe/ Zusammenhang an und kennzeichnet dies in der Anmeldung.

Was kostet der Kurs und wie kann ich mich anmelden?
Kostenbeitrag: 0-700 €

Wenn du Interesse an der Teilnahme hast, schreib uns eine Email an: seminar@riseup.net
und wir schicken dir unser Anmeldeformular zu.
Anmeldeschluss ist der: 15.05.2020

Wir freuen uns von dir zu hören und beantworten gerne Fragen unter: seminar@riseup.net
www.kommunikationskollektiv.org
Wenn du uns deinen öffentlichen PGP-Key schickst, können wir auch verschlüsselt kommunizieren.


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