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Konzert für Geflüchtete in Quarantäne in Bernau-Waldfrieden: „Wohnungen statt Heime!“

Gegenüber den Fenstern des Quarantäneflurs im Erdgeschoss hat sich eine Band aufgebaut und sorgt mit Ska und Reggae für Stimmung und Abwechslung für die etwa 20 Menschen in Quarantäne, die von den Fenstern aus zusehen. In dem Flur befinden sich auch viele Kinder, die wie die Erwachsenen schon seit 10 Tagen ihren Flur nicht verlassen dürfen. Sie alle wurden negativ getestet – aber sie hatten sich zuvor Flur, Küche und Toiletten mit einer positiv getesteten Person teilen müssen, weil es (wie in den meisten Heimen) keine abgeschlossenen Wohneinheiten gibt.

„Ich danke euch sehr, dass ihr gekommen seid und uns nicht allein lasst“, sagt Mehran vom Fenster des Quarantäneflurs aus. Ein Mikro darf ihm nicht gegeben werden, die Securities erlauben ihm nur, etwas aufzuschreiben, was auf der Bühne vorgelesen werden kann, oder wie jetzt ohne Mikro zu reden. „Wir können uns im Heim nicht vor dem Virus schützen – deshalb brauchen wir Wohnungen“, sagt er. (mehr…)

8.Mai: Tag der Befreiung in Biesenthal

Nicht nur in Bernau, auch in Biesenthal wurde der Tag der Befreiung zum Anlass des Erinnerns und Mahnens genommen – mit einer Plakat-Installation am Markt und dem stillen Gedenken an den Steinstelen für die Zwangsarbeiter*innen in Biesenthal.

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8.Mai: Tag der Befreiung in Bernau

Zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus wurde auch im Barnim auf vielfältige Weise erinnert und für die Zukunft gemahnt.

In Bernau wurde im Rahmen des Gedenkens, zu dem das Netzwerk für Weltoffenheit eingeladen hatte, ein 20 Meter langes Plakat in der Fußgängerzone entrollt: „75 Jahre sind nicht genug – Entnazifizierung jetzt!“ (mehr…)

„Diesen Abstand können die Bewohner*innen der Erstaufnahme nicht einhalten!“

Demonstration mit Corona-Abstandsregeln für Bus 571 in Doberlug-Kirchhain

20 Personen sind zu der Demonstration gekommen, zu der die Initiative „Busverbindung 571 jetzt!“ eingeladen hatte – mehr waren auch nicht erlaubt. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von Aktiven der lokalen Initiative „DK_Vereint“, Bewohner*innen der Erstaufnahme-Einrichtung und Aktiven des Brandenburg-weiten Netzwerks „Welcome United“.

Aufgrund der Pandemie und der entsprechenden Auflagen des Gesundheitsamtes muss penibel auf Abstand und Hygiene geachtet werden. Die Teilnehmenden müssen sich je allein auf am Boden markierten, 2×2m großen Quadraten positionieren und nicht durcheinander laufen. Alle, auch die Redner*innen, tragen Masken, das Mikro wird mit einer Serviette abgedeckt. Passant*innen, Schaulustige und Interessierte müssen hinter Absperrungen bleiben und Abstand halten. An den Flatterbändern steht: „Diesen Abstand können die Bewohner*innen der Erstaufnahme nicht einhalten!“ Mehrere Redner*innen greifen auf, dass die peniblen Regeln für eine Demo in Corona-Zeiten in absurdem Gegensatz zu den Bedingungen in der Einrichtung stehen, in der pro 50 Personen eine Küche zur Verfügung steht, Zimmer mit Fremden geteilt werden müssen und Flure und Treppenhäuser von hunderten Menschen genutzt werden. (mehr…)

Biesenthal: Gedenken zu 75 Jahren Befreiung KZ Uckermark und KZ Ravensbrück

Heute jährt sich die Befreiung des Jugendkonzentrationslagers und späteren Vernichtungsorts Uckermark zum 75. Mal.
Morgen ist der 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Ravensbrück.
In Biesenthal wird über das Wochenende mit einer Plakatinstallation an der alten Eiche auf dem Marktplatz an die Ereignisse erinnert.
Die Initiator*innen folgen damit dem Aufruf der „Initiative für einen Gedenkort ehem. KZ Uckermark“, das Gedenken dieses Jahr dezentral und ohne Menschenansammlungen durchzuführen.
Auf den Plakaten wird außerdem ein aktueller Bezug zu den jüngsten rassistischen Morden in Hanau vom 19. Februar hergestellt (#saytheirnames) und zum Schicksal der Flüchtlinge in den völlig überfüllten griechischen Aufnahmelagern, die angesichts der Corona Krise zurückgelassen werden (#leavenoonebehind).
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