Beiträge von naschi

Wo das Safttrinken solidarisch ist…

…ist ein Bleiberecht für alle nicht mehr ganz so weit weg.
Mit Leuten aus Barnim und Berlin gab es Ende Oktober eine schwungvolle Apfel-Sammel-und-Press-Aktion. Obwohl die Apfelernte in diesem Jahr sehr schwach ausfiel, schüttelten wir mit gemeinsamen Kräften die rotgelben Früchte von den Straßenbäumen. Über 700kg saftige Äpfel haben wir aufgelesen und zu einer mobilen Mosterei gebracht. Dort haben wir als kleine Gruppe gelernt, was es bedeutet Äpfel zu Saft zu pressen und in 5l Bags abzufüllen. Die 500l süß-säuerlicher Saft sind nun verteilt. Eine fröhliche Verkaufsaktion fand am 31.10. auf dem Eberswalder Potsdamer Platz statt. Beim wilden Teller drehen, Hula Hoop schwingen, Diabolo spielen und Seilspringen konnte der Durst mit dem leckeren Saft gestillt werden. Der Erlös aus dem Verkauf (ca. 500€) wird an 2 Projekte gegeben – das Medibüro in Berlin und die Geflüchteten-Wohnung am Biesenthaler Wukensee. Beides sind stabile Support-Strukturen für Geflüchtete, die auf finanzielle Unterstützung von außen angewiesen sind. Geplant ist für nächsten Herbst eine Wiederholung des Solisaftens – erntet mit, trinkt viel und seid solidarisch!

Rassistische Polizeikontrolle in Eberswalde

Am Dienstag, den 10.10.2017, gegen 10 Uhr wurden zwei somalische Männer mit dunkler Hautfarbe am Bahnhof Eberswalde auf dem Bahnsteig von zwei Polizist*innen ohne ersichtlichen Anlass kontrolliert, neben ihnen laufende Menschen mit „weißer“ Hautfarbe wurden nicht kontrolliert.
Die beiden Betroffenen wurden von den Polizist*innen unfreundlich, herablassend und aggressiv behandelt. Sie mussten sich ausweisen, wurden abgetastet, ihre Taschen und Rucksäcke wurden durchsucht und sie wurden mit einer Videokamera gefilmt. Obwohl die Betroffenen nach dem Grund für die Kontrollen fragten, gaben die Polizist*innen darauf keine Antwort.
Mit „Racial Profiling“ wird die Methode bezeichnet, das Erscheinungsbild – also etwa Hautfarbe oder Gesichtszüge – einer Person als Entscheidungsgrundlage für polizeiliche Maßnahmen wie Personenkontrollen, Ermittlungen und Überwachungen heranzuziehen. Rechtlich dürfen Verdachtsmomente nur auf das Verhalten von Personen und auf objektive Beweise, nicht aber auf ihr Erscheinungsbild gestützt werden. Im Jahr 2012 stufte das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz „Racial Profiling“ als illegal ein, weil es gegen das Diskriminierungsverbot des Grundgesetzes verstoße.
Die „Initiative Barnim für alle“ fordert die Polizei auf, die diskriminierende Methode des „Racial Profiling“ in Zukunft nicht mehr anzuwenden. Außerdem sollte sich die Polizeileitung bei den Betroffenen für die erniedrigende Behandlung entschuldigen.

Artikel in der Märkischen Oderzeitung

Eröffnungsfeier der Freien Naturschule Biesenthal

Eröffnung & Tag der offenen Tür

1000 mal gedacht und jetzt vollbracht!

Die Freie Naturschule Barnim ist gegründet und will dies am 7. Oktober 2017 dolle feiern. Dazu bist du herzlich einladen! 16-18 Uhr offizielle Eröffnung sowie Tag der offenen Tür in der NaschBa (Grünstraße 11a, 16359 Biesenthal) 18-23 Uhr inoffizieller Teil = Fete im Jugendkulturzentrum KULTI (Bahnhofstraße 152, 16359 Biesenthal)

… mit dem Bürgermeister von Biesenthal! … mit Musik von DER GANG! … und mit ganz viel Hokuspokus!
Feiere mit uns. Wir freuen uns!

Die NaschBa & Friends

Aktion zum Wahlkampf der AFD

Neulich sollte es in unserer Stadt eine Wahlkampf-Veranstaltung der AFD geben. Aus diesem Anlass haben wir in der Umgebung des vorgesehenen Ortes Informationsmaterial verteilt. (Es muss vielleicht gesagt werden, dass wir das nicht alle Tage machen.) Die ganze Aktion war nicht mit viel Aufwand verbunden, weil es dankenswerterweise unter www.aufstehen-gegen-rassismus.de vorbereitetes Material gibt. Eine Stunde vor dem geplanten Beginn, sind wir in der Umgebung die Läden abgeklappert – in Nullkommanix waren 40 Plakate verteilt, viele davon konnten wir selbst sofort aufhängen, einige weitere folgten schon bald nachdem zum Beispiel Angestellte mit den BesitzerInnen der Läden gesprochen hatten.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es bei den Plakaten gut ist, ein bisschen Auswahl zu haben (z.B. Plakat „Stoppt die AfD“, oder Plakat „Nie wieder“, oder Plakat „Nein zur Hetze gegen Muslime“, oder Plakat „Rassismus ist keine Alternative“.
Als Ergänzung haben Flyer (Download z.B. hier: „Warum die AfD KEINE Alternative ist“ Außenseite // Innenseite) super funktioniert … unsere hundert Stück waren schnell gedruckt und ebenso schnell weg und vergriffen. Eigentlich wollten wir sie den PassantInnen zum Tausch gegen die Flyer der AFD anbieten … aber die AFD hatte offenbar verpennt und ist nicht gekommen.
Gefreut haben wir uns über die fast ausschließlich positive Resonanz – insbesondere auch in den Geschäften! … dies wird vermutlich nicht unser letzter Ausflug gegen die Nazi-Umtriebe in der Gegend gewesen sein.
Eine Begegnung hätte etwas brenzlig werden können … da sind wir wohl an einen AFD-Anhänger geraten. Deshalb zu guter Letzt noch ein Tipp: Macht euch, machen Sie sich schlau, wie es um die Nazis und andere Rechte in Ihrer Gegend steht und gehen Sie im Zweifel nicht allein.

WUKANTINA Dankefest

Es wird mal Zeit Danke zu sagen! Die Wukanina hat wieder ein paar Schritte vorwärts gemacht und würde das gern mit euch feiern!

Am 30. September ab 19 Uhr laden wir euch daher in den Kulturbahnhof in Biesenthal ein.

Bitte mitbringen:

I. Eure Leber: es gibt einen Sektempfang!

II. Eure Zähne mit angehängtem Verdauungstrakt: es geht weiter mit Häppchen.

III: T-Shirts, Beutel etc.: ihr könnt in Zukunft auf der Straße Werbung für uns laufen – wir bringen Equipment zum Siebdrucken mit.

Dann können wir uns noch über den Stand der Dinge austauschen und uns zusammen auf das freuen, was noch kommt! Und wer weiß – vielleicht wird auch ein bisschen getanzt…

Wir freuen uns auf euer kommen! Bringt gern euren Anhang mit, dann wird es noch schöner!

Bis dahin, kulinarische Grüße
die Wukantina-Crew